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Julian Onken unter den Top 700 der ATP-Weltrangliste

SPRINGE. Der 29-jährige Julian Onken vom Uhlenhorster Hockey-Club in Hamburg war mit Abstand der am höchsten eingestufte Spieler der DTB-Rangliste (60) und der ATP-Weltrangliste (700), der je bei den Springer Open am Start war.

Der 29-jährige Julian Onken vom Uhlenhorster Hockey-Club Hamburg, Sieger der Springer Open, setzt auf die Karte Tennis-Profi. FOTO: GÖMANN

Autor:

DIETER GÖMANN

Das Finale gegen den 18-jährigen US-Amerikaner Sean Hill zeigte, dass die beiden stärksten Spieler zu recht das Finale bestritten hatten.

Der Hamburger hatte mit vier Jahren mit dem Tennis- spielen beim SC Poppenbüttel begonnen und wurde dort unter den Fittichen seines Vaters Christian – früher selbst einmal Regionalliga-Spieler – und heutiger A- und Dipl.-Trainer trainiert. Mit sieben Jahren bestritt er sein erstes Punktspiel.

Während der Schulzeit ging Onken in die USA und absolvierte dort die 11. und 12. Klasse. „Als ich 19 Jahre alt war, habe ich beim Uhlenhorster Hockey-Club auf die Karriere Tennis gesetzt und mich zwei Jahre lang nur dem Sport verschrieben“, betonte er, der nebenbei auch Jugendliche trainierte.

Nach dem Fernstudium, um das „deutsche“ Abitur nachzuholen, was ihm nach viereinhalb Jahren gelang, war er mit etwas mehr als 26 Jahren intensiv beim Tennis angekommen. Im Januar vergangenen Jahres hatte er einen Sponsor gefunden, der für Onken die Reisen und die Trainer finanzierte.

„Da startete ich als Nummer 1300 in der Weltrangliste auf die Tour und habe mich seitdem bis heute auf die Position 700 verbessert“, so Onken. Die Zusammenarbeit hatte der Sponsor zwischenzeitlich aufgekündigt, denn dieser wollte den Hamburger schnell auf Position 500 sehen, was nicht so schnell gelungen war.

„Meine volle Konzentration setze ich jetzt auf Tennis, und zwar so lange, wie es mir Spaß macht. In Österreich spiele ich in der 1. Bundesliga und in Hamburg beim Uhlenhorster Hockey-Club in der Nordliga.“

Nach dem Turnier in Springe hat Julian Onken die Turnierteilnahme bei den Braunschweig Open des BTSC Braunschweig fest in seinem Turnierkalender verzeichnet.

Auf seinen Erfolg bei den Springer Open angesprochen, meinte der sympathische Hamburger, „dass ich nur ein paar Matches haben wollte. Ich habe weniger auf den Erfolg geblickt, nachdem ich eine Woche zuvor in Hannover das Achtelfinale erreichte.“

25 Wochen im Jahr ist der 29-jährige auf der Tour und pflegt dennoch den Kontakt zu seinem Vater, der eine Tennisschule am Chiemsee unterhält, und seiner Freundin, einer Musikerin.

Und schließlich: „Ich lasse mich von der Weltspitze inspirieren. Die Eleganz und Persönlichkeit eines Roger Federer und die Kampfkraft und Intensität eines Rafael Nadal finde ich einzigartig. Daran orientiere ich mich – ohne diese Könner kopieren zu wollen.“



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