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Jubel hier, Frust da

Springe/Bad Münder. Die einen haben gejubelt, die anderen waren völlig frustriert. Während die Tischtennis-Herren des SV Altenhagen mit einem deutlichen 9:3-Triumph im Bezirksoberliga-Heimspiel gegen den SSV Langenhagen die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Landesliga endgültig perfekt machten, verlor der FC Bennigsen das Bezirksliga-Finale gegen die Reserve von Hannover 96 unglücklich mit 7:9.

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Nach dem Vorrundenremis in Langenhagen ging die SVA-Vertretung mit einem mulmigen Gefühl ins Rückspiel. Zwar gingen die Gäste ersatzgeschwächt ins Rennen, doch entgegen der Vermutungen war das obere und mittlere Paarkreuz komplett dabei. In der Anfangsphase taten sich die Hausherren vor rund 40 Zuschauern noch schwer. Nachdem Eric Engelhardt sein erstes Einzel mit 13:15 unglücklich im fünften Satz gegen Justin Bonhage verloren hatte, hieß es aus Sicht der Hausherren 3:2. Danach lief alles wie am Schnürchen. Nur Friedrich Blume gab noch ein Einzel gegen den starken Bonhage ab.

„Nach dem Spiel haben wir erst mal tief durchgeatmet. Wir hatten uns die ganze Angelegenheit wesentlich schwerer vorgestellt“, sagte Altenhagens Mannschaftsführer Kolja Abendroth. Für sein Team geht es nun am zweiten Maiwochenende bei den Aufstiegsspielen zur Landesliga ein weiteres Mal um die Wurst. Gegner werden Gastgeber TSV Algesdorf (Achter der Landesliga) und der TTC Lechstedt (Vizemeister der Bezirksoberliga Süd) sein. „In beiden Spielen können wir locker aufspielen. Schließlich sind wir laut Papierform nur Außenseiter“, so Abendroth.

In der proppenvollen Süllberghalle zog der FC Bennigsen im entscheidenden Spiel der Bezirksliga 3 gegen Hannover 96 II knapp den Kürzeren. Mit einem Sieg wäre der FCB in die Bezirksoberliga aufgestiegen, ein Unentschieden hätte zu Platz zwei gelangt – so wurde es der dritte Rang. Denn trotz lautstarker Unterstützung von rund 100 Zuschauern waren die Gäste am Ende nervenstärker. „Wir hatten bei mehreren Einzeln richtig viel Pech, andererseits haben wir auch zwei Spiele nach hohen Rückständen noch umgebogen“, sagte FCB-Kapitän Jan Pulka, der in seinem ersten Einzel selbst fünf Matchbälle abwehrte, ehe er im fünften Satz 12:10 gewann.

Knackpunkte waren aus Sicht der Gastgeber die 1:3-Bilanzen im oberen und unteren Paarkreuz. Nachdem FCB-Spitzenspieler Gernot Gardinowski einen 6:1-Vorsprung im fünften Satz gegen 96-Youngster Roberto Filter nicht ins Ziel retten konnte, hieß es 5:5. Pulka und Heiko Meyer, der trotz eines Sehnenteilabrisses in der Schulter spielte, brachten die Gastgeber dann mit 7:6 in Front. Dann war aber nichts mehr zu holen für den FCB. Peter Franz und Robin Hrassnigg unterlagen in den letzten Einzeln, Gardinowski/Franz verloren das Schlussdoppel in vier Sätzen.

Bennigsens zukünftige Nummer eins Holger Pfeiffer war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Halle. Er hatte seiner neuen Mannschaft eineinhalb Stunden lang die Daumen gedrückt, musste dann aber selbst noch ein wichtiges Verbandsliga-Punktspiel für SV Bolzum II in Dinklar absolvieren. Ironie des Schicksals: Mit einem Sieg wären Bolzumer aufgestiegen – nach einem 8:8 blieb ihnen nur der dritte Platz.

Dritter wurde in der 2. Bezirksklasse 12 auch die SG Lüdersen. Nur bei einem Sieg des TTC Völksen zum Abschluss gegen Döhren II wäre Lüdersen noch auf den Relegationsrang geklettert, die Schützenhilfe blieb aber aus, Döhren gewann beim TTC 9:2. In der Damen-Bezirksliga 2 gewann der TSV Nettelrede das bedeutungslose Derby gegen den FC Flegessen mit 8:4. Da halfen dem FC auch drei Einzelsiege von Ulrike Kuessner nicht weiter.



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