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Tabellenführer – aber Trainer Schwekendiek warnt: „Haben noch nichts erreicht“

Ist Nettelrede jetzt Titelfavorit?

Herr Schwekendiek, fünf Spiele – fünf Siege: Für die Fußballfrauen des TSV Nettelrede läuft es in der Bezirksliga besser als erwartet, oder?

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Das stimmt, weil ich ein wenig Aderlass an Spielerinnen hatte und ich zudem neue Spielerinnen einbauen musste.

Nettelrede steht nach fünf Spieltagen mit 15 Punkten auf Platz eins. Und das, obwohl die Saisonvorbereitung alles andere als erfolgreich war.

Die Trainingsbeteiligung war sehr schlecht und demzufolge gingen sämtliche Vorbereitungsspiele in die Hose.

Welche Lehren haben Sie daraus gezogen und was haben Sie ge- oder verändert?

Ich habe meinen Spielerinnen verdeutlicht, dass wir einen Kader von 19 Spielerinnen haben, und dass Neid, Missgunst und Zickenkrieg des vergangenen Spieljahres sofort aufhören und ich das Rotationsprinzip einführen werde. Daneben habe ich das Montagstraining ersatzlos gestrichen und dafür die Einheit am Mittwoch auf zwei Zeitstunden erweitert.

Mit 21 Treffern ist der TSV die Torfabrik der Liga. Was macht den Unterschied zum Vorjahr aus?

Der Unterschied liegt eindeutig in der Rotation. Die Taktik des Vorsonntags ist nicht eins zu eins auf das nächste Spiel zu übertragen. Daneben haben wir das Nachrücken auf die Außenpositionen verstärkt geübt.

Aber auch die Defensive steht mit bisher nur vier Gegentoren glänzend da.

Wir haben auf den Außenpositionen in der Deckung mehr Stabilität erlangt und in der Rückwärtsbewegung im Training einiges Neues einstudiert.

Zählen Sie den TSV Nettelrede nach dem Super-Saisonstart zu den Meisterschaftsfavoriten?

Nach jetzigem Stand haben wir noch nichts erreicht. Ich sagte vor Saisonbeginn, dass wir oben mitspielen und die Favoriten ärgern wollen, denn noch fehlt es uns an fußballerischer Konstanz.

Was versprechen Sie sich von den nächsten Begegnungen?

Gegen Algesdorf (heute, 15 Uhr; d. Red.) einen Heimsieg landen, um dann locker das Oktoberfest auf dem Hof Volker feiern zu können. Ansonsten denken wir weiterhin nur von Spiel zu Spiel. Wir wollen und müssen unseren Lauf fortsetzen.

Interview: Dieter Gömann

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