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Intensives Derby mit üblicher Folklore

Eldagsen. Der FC Eldagsen bleibt der Angstgegner von Markus Wienecke. Der Trainer von Fußball-Bezirksligist FC Springe verlor auch seinen vierten Pflichtspielvergleich mit dem Nachbarn – wieder schossen die Springer kein Tor. Eldagsen gewann vor nur etwa 300 Zuschauern im heimischen Heinrich-Mundt-Stadion verdient mit 2:0 (1:0) und beendete damit seine Serie von zuvor drei Niederlagen in Folge.

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Die Pleiten scheinen nicht spurlos am FCE vorbeigegangen zu sein. Die Eldagsener wirkten verunsichert und hatten vor allem in der Anfangsphase einen schweren Stand gegen zweikampfstarke Springer, die allerdings einmal mehr im Angriff nicht über gute Ansätze hinauskamen. So startete Sturmspitze Manuel Kumbu-Konde bei einigen guten Pässen in die Nahtstelle der FCE-Abwehr zu früh und lief ins abseits.

Auch die Eldagsener schafften es nur selten, in den Springer Strafraum vorzudringen. Spielgestalter André Gehrke war im ersten Durchgang kaum am Spielgeschehen beteiligt. Er war für Yannik Gronau ins defensive Mittelfeld gerückt, die Spielmacherposition übernahm Christian Marx. Aber selbst bei Standards schaltete sich Gehrke nicht in den Angriff ein. Grund: „Ich hatte mich beim Warmmachen verletzt und musste es langsam angehen lassen.“

Nicht nur Gehrke war angeschlagen: Manndecker Adrian Gottschalk wollte wegen einer Knieverletzung eigentlich nicht spielen, wurde neben Abwehrchef Benjamin Rathe, der nach langer Verletzungspause ein starkes Saisondebüt gab, aber zum besten Eldagsener. Nach der Pause spielte Gottschalk sogar mit dick bandagiertem Arm – kurz vor dem Seitenwechsel war ihm Springes Marco Elias unglücklich auf die Hand getreten.

Ansonsten war es ein intensives, aber kein besonders unfaires Derby. Allerdings stiegen die Springer aus Eldagsener Sicht oft härter ein als nötig. Dafür reklamierten die Eldagsener nach Springer Meinung lauter als nötig – die übliche Derby-Folklore also. Zum Missfallen von Wienecke, der von Außen mehr als einmal dazu mahnte, sich aufs Spiel zu konzentrieren, ließen sich die FCS-Spieler davon verunsichern.

Die Eldagsener Tore resultierten allerdings nicht aus dieser Verunsicherung. Beim 1:0 zog Sebastian Westenfeld aus 30 Metern von halbrechter Position mit der Picke ab. Ob gewollt oder nicht: Der Ball senkte sich über den zu weit vor dem Kasten postierten Robin Bartels ins Netz (33.). Springe drängte nach der Pause auf den Ausgleich – eine Flanke von Kumbu-Konde, an der Thorsten Marks vorbeirutschte, war aber noch die größte Chance (53.).

Als Wienecke die Viererkette auflöste und Ruven Klimke in die Offensive beorderte, kamen auch die Eldagsener zu ihren Möglichkeiten. Eine vergab Elias Engelhardt, als er freistehend an Bartels scheiterte (80.). Sein Bruder Till machte es zwei Minuten später besser und sorgte nach Zuspiel von Gehrke im Fallen für die Entscheidung.

Till Engelhardt war auch am hitzigen Schlusspunkt des Derbys beteiligt: Nach seinem mindestens gelbwürdigen Einsteigen mit beiden Beinen gegen Klimke im Mittelfeld, schubste der aufgebrachte Timo Bergold ihn um und sah dafür zurecht die Rote Karte.jab

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