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Die Aktiven der LLG Springe schaffen bei ihrem 18. Viereinhalbstundenlauf insgesamt 406,5 Kilometer

Immer hin und her – ganz ohne Langeweile

Leichtathletik (jab). 750 Meter hin, die gleichen 750 Meter zurück – viereinhalb Stunden lang. Klingt langweilig. Ist es aber nicht. Die Aktiven der LLG Springe jedenfalls haben seit fast 20 Jahren ihren Spaß daran. An der Deisterhütte veranstaltete der Verein jetzt seinen 18. vereinsinternen VEHSL (Viereinhalbstundenlauf).

Ein Infozettel an einem Busch – viel mehr weist nicht hin

Ein Warndreieck an der Zufahrt zur Deisterhütte und ein kleines Schild mit der Aufschrift „750“ – der Wendepunkt der Laufstrecke – mehr weist nicht darauf hin, dass eine besondere Veranstaltung im Wald stattfindet. Außer einem DIN-A-4-Zettel, der an einem Busch an der Strecke klebt. Darauf erklären die LLG-Verantwortlichen den Sonntagsspaziergängern, warum ihnen immer wieder die gleichen Läufer begegnen.

Die Idee, viereinhalb Stunden lang immer hin und her zu laufen, wurde geboren, als es noch Ultraläufer bei der LLG gab. Anfang der 1990er-Jahre veranstalteten sie den ersten VEHSL, damals noch am Wisentgehege – und mit mehr Ehrgeiz. „Einige sind viereinhalb Stunden durchgelaufen. Die Spitzenleistung liegt bei 58 Kilometern“, erinnert sich LLG-Kassenwart und VEHSL-Mitorganisator Hans-Jürgen Meese.

Heute läuft keiner mehr so viel. LLG-Vorsitzender Frank Schrader hat zur Halbzeit um kurz nach zehn 13 Runden hinter sich – wie alle anderen macht er nach eineinhalb Kilometern einen Strich in der Liste, die auf einem Klapptisch ausliegt. Daneben steht die Energienahrung für die Läufer – Weingummi.

Am Wendepunkt: Michael Maaß umrundet die 750-Meter-Marke.
  • Am Wendepunkt: Michael Maaß umrundet die 750-Meter-Marke.

„26 Runden werden es wohl nicht“, sagt Schrader. Er behält recht: Am Ende läuft er eine Runde mehr als im Vorjahr: 23 Stück, also 34,5 Kilometer – mehr schafft an diesem Tag keiner. Bei den Frauen liegt Monika Baumeister mit 20 Runden (30 Kilometer) vorn.

Langweilig wird es den LLG-Läufern nicht. Schließlich machen sie zwischendurch immer wieder mal Pause. „So wechseln die Laufpartner ganz oft und man hat immer was zu erzählen“, sagt Schrader.

Auch dass es immer hin und her geht, und nicht auf einem Rundkurs habe seine Vorteile, so Fred Neumann: „So trifft man sich immer auf der Strecke. Sonst weiß man ja nicht, wer sonst läuft.“ Und die Mit-Läufer wechseln ständig. Beim Start um acht Uhr waren es nur sieben, nach und nach trudelten insgesamt 21 LLG-Mitglieder ein – die zum Abschluss noch gemeinsam grillten. Nach insgesamt 271 Runden, das sind 406,5 Kilometer, schmeckte die Bratwurst besonders.



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