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HF Springe kassieren vor 1000 Zuschauern 28:30-Niederlage / Siebemeter-Seuche ist entscheidend

Im Hexenkessel von Fredenbeck gescheitert

Handball. Im Hexenkessel der Geestlandhalle in Fredenbeck bezogen die Handballfreunde Springe im richtungsweisenden Spiel der 3. Liga eine knappe 28:30 (13:20)-Niederlage gegen den zu Hause bisher ungeschlagenen VfL Fredenbeck. Damit musste die Mannschaft um Spielertrainer Sven Lakenmacher die Tabellenführung wieder an die HSG Tarp-Wanderup abgeben.

Bei der 28:30-Niederlage beim VfL Fredenbeck war Daniel Deutsch (Mitte) mit neun Treffern der erfolgreichste Werfer im Team der

Autor:

Dieter Gömann

Es war die erwartet spannende Begegnung, die die Springer gegen den einstigen Zweitligisten unbedingt gewinnen wollten – am Ende aber mit leeren Händen dastanden und so auch bedrückt die Heimreise antreten mussten. 1000 VfL-Fans wollten sich die Begegnung nicht entgehen lassen und hofften auf den zweiten Coup ihres Teams, diesmal die Handballfreunde Springe als Tabellenführer zu besiegen wie ihnen das vor zwei Wochen gegen den damaligen Spitzenreiter HSG Tarp-Wanderup gelungen war.

Dass es dazu kam, war nicht allein das starke Auftreten der Gastgeber, die in der Abwehr mit gesunder Härte den Springern gleich von Anbeginn den Schneid abkauften. Vielmehr agierten das Team um Spielertrainer Sven Lakenmacher anfangs zu vorsichtig und ließ obendrein die sonst so große Aggressivität in der Abwehr vermissen.

„Vor allem die Würfe, die in der gegnerischen Abwehr hängen blieben, brachten Fredenbeck in Vorteil, um mit erfolgreichen Kontern ihre Treffer zu markieren“, so Betreuer Carsten Meyer.

Da war es nicht verwunderlich, dass die Springer schnell mit 2:6 in Rückstand lagen. Und hiervon erholte sich das Team in keiner Phase, zumal sich im Verlaufe der ersten Halbzeit obendrein eine wahre Siebenmeter-Seuche eingeschlichen hatte.

So entschärfte der Fredenbecker Schlussmann Björn Scholvin allein fünf Siebenmeter in Folge, als Fabian Hinz, Sven Lakenmacher und Daniel Deutsch den Torwart nicht überwinden konnten. Und in Halbzeit zwei war es ein weiterer Siebenmeter, den die Springer nicht im Gastgeber-Gehäuse unterbringen konnten.

„Dieser Umstand hat unserer Mannschaft schon das Genick gebrochen“, stellte Meyer für sich fest. Er sah auch wenig Effektivität im Rückzugsverhalten der Springer Mannschaft. „Dadurch haben wir uns doch so einige Gegentore eingefangen.“

In der zweiten Halbzeit konnten die Gastgeber stets eine Führung mit mindestens drei Toren halten. Selbst beim 19:22-Rückstand hatte der Springer Anhang, bei dem der Fanfarenzug Alt Laatzen kräftig für Stimmung gesorgt hatte, noch Hoffnung, das Spiel zu drehen.

Und die Chance, zumindest noch ein Unentschieden zu erzielen, war kurz vor Schluss beim 28:29 gegeben, doch ein individueller Fehler brachte für Fredenbeck im Gegenzug das 30:28. Der Ausgleich sollte trotz Springer Ballbesitz in den Schlusssekunden nicht mehr fallen.

Einmal mehr mussten die Springer ohne Jannis Fauteck antreten, der 48 Stunden vor Spielbeginn absagte, da er für Hannover-Burgdorf beim THW Kiel antreten musste. „Die Niederlage ist ärgerlich, weil wir jedes Spiel gewinnen wollen. Wenn man so spielt wie wir in der ersten Halbzeit, ist es umso schwerer, ein Spiel zu gewinnen. In der Abwehr waren wir nicht auf der Höhe. Teilweise sind wir auch nicht gut zurückgelaufen“, so Daniel Deutsch.

HF Springe: Stange (1.-20., 31.-60.), König (21.-30.) – Lakenmacher (4/1), Bischoff (n.e.), Hermann, Habbe (3), Kahl, Karpstein (4), Gorpishin, Deutsch (9/3), Hinz (6), Nordmeyer (2).



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