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Warum der Rekord-Stadtmeister von seinem 14. Titel überrascht ist und wem er seine Ablösung zutraut

„Ich habe nochmal Ehrgeiz entwickelt“

Tischtennis. Er ist seinem Ruf als Turnierspieler wieder mal gerecht geworden. Zum 14. Mal gewann Andreas Tschöpe vom SV Altenhagen die Springer Stadtmeisterschaft in der offenen Klasse. Dabei war er in der Hinrunde der Bezirksoberliga nicht gerade in Form. NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram hat mit dem inzwischen 53-Jährigen über seinen erneuten Triumph gesprochen.

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Glückwunsch, Herr Tschöpe. Aber wollen Sie nicht mal andere ranlassen bei der Stadtmeisterschaft?

Klar. Diesmal hatte ich auch wirklich nicht damit gerechnet, denn ich habe eine richtig schlechte Hinrunde gespielt in der Bezirksoberliga. Aber während des Turniers habe ich gemerkt, dass ich körperlich gut drauf bin.

Ist die Fitness mit entscheidend bei einem so langen Turnier?

Auf jeden Fall. Man muss ja über sieben, acht Stunden sein Niveau halten. Körperlich habe ich in meinem Alter eigentlich nicht den ganz großen Vorteil.

Was macht Sie dann zu einem so guten Turnierspieler?

Ich teile mir meine Kraft ein. Das liegt auch an meinem Spielsystem. Ich kann Vor- und Rückhand ziemlich ausgeglichen spielen. Das spart Kraft.

Spielen Sie defensiv?

Richtig defensiv kann ich nicht spielen. Aber gegen Gegner, bei denen ich sicher bin, dass ich sie schlage, spiele ich etwas zurückhaltender.

Wie halten Sie sich fit? Sehr viel wird doch beim SVA nicht trainiert.

Ich trainiere einmal in der Woche in Altenhagen und gehe zweimal Laufen. Und diesmal habe ich mich gezielt vorbereitet, weil ich im vorigen Jahr mit Krämpfen zu kämpfen hatte und weil es in der Liga so schlecht lief. Deshalb habe ich nochmal Ehrgeiz entwickelt, mich ein, zwei Tage vorher ausgeruht und auf vernünftige Ernährung geachtet.

Das ist in Ihrer Klasse ziemlich ungewöhnlich – die Bezirksoberliga gilt noch als Hobbyklasse.

Stimmt, aber bei einem so langen Turnier macht man das schonmal.

Ihr härtester Konkurrent in diesem Jahr war Alexander Zick vom FC Bennigsen.

Ich hatte mir in den Endspielen nicht viel gegen ihn ausgerechnet. Denn meine Teamkollegen Martin Emrich und Eric Engelhardt hatte ich jeweils 3:0 geschlagen und gegen ihn im Endspiel der Hauptrunde dann 0:3 verloren. Er ist ein unangenehmer Gegner, ähnlich wie Eric Engelhardt, weil er unkonventionell spielt, immer dicht am Tisch.

Nach dem Sieg im Trostrundenfinale gegen Engelhardt trafen Sie dann erneut auf Zick – und gewann zweimal 3:0. Wieso lief es auf einmal?

Meine Frau Ina hat mich beraten, ich habe taktisch etwas umgestellt. Ich habe anders aufgeschlagen, mehr Druck gemacht, um ihn vom Tisch wegzukriegen. Es waren kleine Sachen, die Wirkung gezeigt haben. Ich habe von Beginn an gemerkt: Da geht was. Und ich habe in den Endspielen hohes Niveau gehabt.

Wer könnte Ihr Nachfolger werden. Ihr Teamkollege Friedrich Blume?

Ich würde mich freuen, wenn er mal dabei wäre. Er könnte mich ablösen. Wen ich in den nächsten Jahren aber auch weit vorne sehe, ist Peter Franz vom FC Bennigsen. Er ist noch sehr jung, aber in der Vorrunde hat er Engelhardt geschlagen. Und ich musste gegen ihn alles geben.

Bald geht es in der Liga weiter. Der SVA ist derzeit Sechster. Was ist noch drin?

Wir hoffen, dass Friedrich Blume, der ja auf Mallorca arbeitet, auch in der Rückrunde wieder sechs, sieben Einsätze hat, damit wir Sechster oder Siebter werden. Die Relegation wollen wir unbedingt vermeiden. Aber es wird schwer, denn Engensen hat sich mit einer neuen Nummer zwei verstärkt.



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