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„Ich bin sowas von platt“

Daniel Behrens musste leiden, sehr sogar. „Dass es heftig werden würde, hatte ich mir ja gedacht. Aber dass es so heftig wird, überhaupt nicht“, sagte er direkt nach seiner Premiere beim Bodensee-Megathlon in Radolfzell, einem Ausdauer-Fünfkampf mit Schwimmen, Radfahren, Inlineskaten, Mountainbiken und Laufen.

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„Ich bin so was von platt. Ich werde erst mal schlafen gehen“, sagte Behrens – und da war es erst 14 Uhr.

Der Megathlon hatte dem Springer Triathleten alles abverlangt. Aber als 22. der Gesamtwertung und 10. der Herren bis 39 Jahre war auch der Stolz über diese Leistung nicht zu verhehlen. Seine Zeit: 4:56:57 Stunden. Die Magenprobleme am Vortag („Da waren die Gambas wohl nicht richtig durchgegrillt“) hatten ihn die 1,5 Kilometer Schwimmen im Bodensee vorsichtig angehen lassen. „Da fehlten mir nach 24:34 Minuten schon anderthalb Minuten, aber Sechster war ich da noch.“

Es folgten die 42 Kilometer auf dem Rennrad. Und da bekam Behrens das erste Mal gezeigt, wie sich Anstiege in den Alpen von denen im Weserbergland unterscheiden. „Das war schon krass. 500 Höhenmeter – und das echt steil.“ Dank der guten Gruppe mit einem starken Durchschnitttempo von 35 km/h lag Behrens auch vor dem Wechsel in die Inlineschuhe noch weit vorn. „Doch der Wechsel war nicht wirklich gut. Die anderen waren schon weg, als ich auf die 22-Kilometer-Strecke ging. So musste ich lange alleine fahren. Diesen Teil hatte ich mir definitiv einfacher vorgestellt.“

Doch es wurde noch heftiger. Auch auf dem 36 Kilometer langen Mountainbike-Kurs waren 500 Höhenmeter zu erklimmen. „Da habe ich gemerkt, dass ich zuletzt immer nur maximal die kurzen olympischen Distanzen gefahren bin. Und sie sind zumeist nach zwei Stunden vorbei.“ Nun saß Behrens aber noch mal 1:37:50 Stunden im Sattel. Und die zehn Kilometer laufen standen auch noch an.

„Ich hatte 55 Minuten Zeit, um noch unter fünf Stunden zu bleiben. Das war mein Ziel. Alles andere war mir da schon egal.“ Doch Behrens schaffte auch das. In 4:56:57 Stunden blieb es klar unter der Marke. Mehr ging dann aber nicht. Erst nach den zwei Stunden schlafen ging es nochmal auf die Piste. „Nach so einem Rennen brauche ich immer ein Steak – heute muss es aber mindestens ein 500-Gramm-Steak sein.“ mha



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