weather-image
16°

HSG-Trainer Linke: „Entwicklung noch nicht abgeschlossen“

Die erste Saison nach dem Aus des Drittliga-Handballs ist Geschichte. Die HSG Deister Süntel als nun ranghöchstes Team der Region hat sie auf dem dritten Platz in der Regionsoberliga beendet. Im Gespräche mit NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram zieht Trainer Jan Linke Bilanz.

Trainer Jan Linke musste häufig auch selbst im Tor aushelfen. Foto: Bertram
jan

Autor

Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Wie fällt Ihr Fazit zur abgelaufenen Saison aus?

Es ist das eingetreten, was ich vorher gesagt hatte: Dass wir oben mitspielen können, dass dann aber entscheidend ist, wie wir mit Verletzungen durchkommen. In der Hinrunde hatte Pawel Pietak (der einzige Spieler, der aus dem abgemeldeten Drittligateam der HF Springe geblieben ist; d. Red.) noch oft gefehlt. Das Team war noch nicht so zusammengewachsen, um das zu kompensieren. Aber im Nachhinein war es eine gute Saison. Wir haben eine junge Mannschaft, die sich sehr gut entwickelt hat – und bei der die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist.

Was hätte man besser machen können?

Es wäre für die Mannschaft besser gewesen, wenn wir von Anfang an eine klare Definition im Tor gehabt hätten.

Marius Körper, der als Nummer 1 eingeplant war, hat den Verein früh verlassen, Marco Baade aus der Zweiten konnte nicht regelmäßig spielen, sodass mit Tobias Mittelgöker ein gelernter Fußballtorwart viel spielen musste.

Ab Ende der Rückrunde hat das gut funktioniert mit Tobi. Das Problem war aber auch, dass wir nicht mit zwei Torhütern trainieren konnten. Die brauchst du eigentlich, das steigert auch die Qualität der Feldspieler. Aber wir sind gut als Einheit zusammengewachsen, fahren gemeinsam auch mal zu Spielen der Konkurrenz und die Spieler treffen sich auch privat zum Feiern.

Eigentlich wollten Sie ja aufsteigen – ist die Landesliga das Ziel für die nächste Saison?

Wir müssen nicht lange drumherum reden: Wir wollen wieder oben mitspielen, aber das so was von ganz vielen Faktoren abhängig ist, ist klar.

Sie hatten ja gehofft, dass Exten als vermeintlich stärkster Konkurrent aufsteigt – geschafft hat es Schaumburg II.

Exten hat ja noch die Chance über die Relegation. Ich gehe davon aus, dass sie es schaffen. Wenn sie drinbleiben, wird es eine enge Kiste für uns. Aber sie liegen uns – in dieser Saison haben wir gegen sie nicht verloren.

Welcher Spieler hat die größte Entwicklung genommen?

Das ist eine ganz schwierige Frage, weil ganz viele junge Spieler einen Riesenschritt gemacht haben. Aber es gab auch viele Aufs und Abs. Pascal Stuckmann etwa hat sich klar verbessert, was das Wurfbild, das Tempo und die Abwehr angeht – zuletzt hat er aber auch wieder viel verschossen. Auch Nils Ertel hat einen super Sprung gemacht. Insgesamt hat die Mannschaft aber einen Riesenschritt gemacht.

Welches Spiel war für Sie das Highlight der Saison?

Ganz klar der Sieg gegen Exten kurz vor Weihnachten. Da standen zwei starke Mannschaften auf der Platte, es war knapp und die Stimmung war großartig. Aber auch der Sieg in Garbsen, wo Springer Teams sich immer schwergetan haben. Das haben wir 20 Minuten vor Schluss noch mit fünf Toren hinten gelegen. Es war nicht das schönste Spiel, aber da hat die Mannschaft gezeigt, dass sie Charakter hat.

Und welches Spiel würden Sie gerne aus dem Gedächtnis streichen?

Das gleich zu Beginn in Misburg. Dicht gefolgt von dem Spiel in Badenstedt, das war auch eine Katastrophe.

Wie sieht der Fahrplan für die Sommerpause aus?

Wir trainieren vorerst noch einmal in der Woche weiter. Ende Juni, Anfang Juli geht dann die Vorbereitung auf die neue Saison los.



Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt