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Abenteuerliche Dinge um Kreisliga-Punktspiel / „Das ist eine maßlose Unverschämtheit“

Hollmanns Puls steigt beim Chaos auf 290

Fußball (nie). Der TSV Nettelrede verlor am Donnerstagabend die Nachholbegegnung der Kreisliga Hameln-Pyrmont gegen die SG Hameln 74 mit 1:4 (0:1).

Dirk Hollmann

Bis zum Anpfiff erlebten die Akteure jedoch eine Odyssee. Beide Teams warteten bei strömendem Regen auf dem Kunstrasenplatz in der Süntelstraße vergebens auf das angesetzte Schiedsrichtergespann aus Alfeld (!), das zwar kurz vor Spielbeginn in Zivil vor Ort war, allerdings wenig später spurlos verschwand. Nach einer Stunde Verspätung wurde die Partie von Schiedsrichter Akin Ömer aus Marienau, der kurzfristig rekrutiert werden konnte, angepfiffen.

Nicht nur diese Kuriosität machte TSV-Trainer Dirk Hollmann wütend, sondern auch die Art und Weise der Spielansetzung. Erst 24 Stunden vor der Begegnung wurde vom Verband das Heimrecht zugunsten der SG getauscht. Nicht nur Hollmann, sondern auch die TSV-Spieler kamen dadurch erheblich in Terminnot. „Was haben sich die Funktionäre nur dabei gedacht. Das ist eine absolute Frechheit und eine maßlose Unverschämtheit. Mein Puls ist immer noch auf 290. Ich meine das aus menschlicher Sicht und nicht als Trainer“, betont Hollmann, der seitens des Verbandes eine Erklärung fordert.

Zum Sport: Die Anfangsphase gehörte den Nettelredern, die es allerdings verpassten, den möglichen Führungstreffer zu erzielen. Im Laufe der ersten Halbzeit kamen die Hausherren immer besser ins Spiel und markierten nach einer halben Stunde durch Mike König die Führung. Die Gäste zogen sich mehr und mehr zurück und überließen den 74ern das Zepter.

Ein Doppelschlag von Erhan Yalcin (61., 68.) und ein Treffer von Dennis Kießig (78.) brachten die Entscheidung. Das Tor von Nettelredes Andreas Friedrich (85.) bedeutete lediglich Ergebniskosmetik. „Trotz aller Umstände spreche ich an alle meine Hochachtung aus. Die Einstellung stimmte zumindest in der ersten Hälfte. Hameln hat verdient gewonnen. Auch die Schiedsrichterleistung war ganz ordentlich“, resümierte der TSV-Coach.

TSV Nettelrede: Wente - D. Stargardt, Böttcher, Strobel, Wicher, Linde, R. Gruner, Friedrich, Hollmann, Koch (55. Hillmann), Matysik (65. Busse).

Tore: 1:0 Mike König (25.), 2:0 Erhan Yalcin (61.), 3:0 Yalcin (68.), 4:0 Dennis Kießig (78.), 4:1 Friedrich (85.).



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