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Turnier des Reit- und Fahrvereins Springe beschert großartigen Sport

Hohe Kunst der Dressur

Das große Sportevent des RFV Springe, das fünftägige Sommerturnier, hat am Wochenende mit dem Dressurturnier seinen Anfang genommen. Über 650 mal haben die Reiter und Amazonen im Dressurviereck auf dem Dressurplatz und in der Halle ihre Pferde gesattelt. Carolin Miserre wurde Zweite in der A**-Dressur.

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VON DIETER GÖMANN

SPRINGE. Das große Sportevent des Reit- und Fahrvereins (RFV) Springe, das fünftägige Sommerturnier, hat am Wochenende mit dem Dressurturnier seinen Anfang genommen. Über 650 mal haben die Reiter und Amazonen im Dressurviereck auf dem Dressurplatz und in der Halle ihre Pferde gesattelt.

In 23 Prüfungen – vom Reiterwettbewerb bis zur S-Klasse – kämpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region und darüber hinaus aus dem Landesverband Niedersachsen um Siege, Platzierungen, Schleifen und Siegprämien.

Wenn am nächsten Wochenende das zweitägige Springturnier im Reiterzentrum an der Harmsmühlenstraße über die Bühne geht, wird es in der Meldestelle insgesamt rund 1500 Nennungen zu registrieren gegeben haben.

Ein frühes Aufstehen und Anreisen war für die Teilnehmer mit ihren Pferden angesagt, denn bereits um 7.30 Uhr begannen am Sonnabend mit der Dressurpferdeprüfung Kl. A** auf dem Außenviereck und am Sonntag mit der Dressurprüfung Kl. L in der Halle die Wettbewerbe.

Ob dabei die auswärtigen Starter am Sonnabendabend bis gegen Mitternacht das spannende Viertelfinalspiel der deutschen Mannschaft bei der Fußball-EM in Frankreich zu Ende gesehen haben, blieb unbeantwortet.

Höhepunkt am ersten Tag war unzweifelhaft die Dressurprüfung Kl. M**, bei der sich 18 Teilnehmer mit ihren Pferden den Richtern Angelika-Ingeborg Molitor-Boll, Gisela Hüniken und Renate Greser vorstellten.

Hier ging zunächst Lokalmatadorin Caroline Miserre auf Don Ricardo mit 676,90 Punkten in Führung, die sie aber nach vier weiteren Konkurrentinnen abgeben musste. Ann-Kristin Arnold (RFV Vogtei-Ruthe, in der Sportkompanie der Bundeswehr im ostwestfälischen Warendorf „beheimatet“, wurde für ihren Vortrag mit 707,50 Punkten bewertet. Geduld und nochmals Geduld war bei der Führenden angesagt – und dieses so lange, bis die letzte Reiterin gestartet war: Caroline Miserre legte einen glänzenden Vortrag im Hallenviereck hin und wurde mit 706.50 Punkten bewertet. Ganze eineinhalb Punkte entschieden über Sieg und Platz zwei zu Gunsten von Ann-Kristin Arnold.

„Es war eine ganz knappe Entscheidung. Aber dennoch bin ich mit meiner Leistung total zufrieden. Duzfreund ging Klasse, und ich freue mich sehr. dass ich so toll habe angreifen können, auch wenn ich meiner Konkurrentin zum Sieg gratulieren musste“, bekannte 24 Stunden später die knapp unterlegene Springerin.

Sie glänzte im Verlauf des zweitägigen Turniers bei weiteren Auftritten mit einer Vielzahl von Platzierungen – siehe auch die Ergebnisübersicht auf dieser Seite.

Eine Premiere gab es auch: Die Mannschaftsdressur hatte am Sonnabend mit dem Team des RFV Springe begonnen, als wenig später wegen eines Wolkenbruchs der Wettkampf unterbrochen werden musste und danach die Reiter der drei teilnehmenden Mannschaften völlig durchnässt die Prüfung fortsetzten. Gestern hatte der Wettergott ein Einsehen: Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad sorgten für angenehme äußere Bedingungen.

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