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Eldagsener Stabhochspringer will zur DM

Hoch hinaus – Fasse hat fünf Meter im Visier

Leichtathletik (jab). Fußball hat Alessandro Fasse gespielt, Tennis auch, gelaufen ist er. Aber nichts hat ihn so sehr gepackt, dass er länger dabeigeblieben wäre. Dann wurde Wladyslaw Kozakiewicz an der Christopherus-Schule in Elze sein Sportlehrer – und der heute 20-jährige Fasse wusste, welchen Sport er machen will: Stabhochsprung. Sein Lehrer war 1980 immerhin Olympiasieger in einer der technisch anspruchsvollsten Disziplin der Leichtathletik.

Von 3,80 Meter auf 4,50 Meter in einem halben Jahr: Der Ehrgeiz hat Stabhochspringer Alessandro Fasse gepackt.

5,78 Meter übersprang Kozakiewicz damals in Moskau – Weltrekord zu der Zeit. Ein knapper Meter weniger würde Fasse schon reichen, 4,50 Meter sind seine Bestleistung, mit der er bei den Norddeutschen Meisterschaften in Celle Vierter wurde. „Die 4,60 Meter schaffe ich dieses Jahr noch“, sagt der Eldagsener, der in Hannover studiert und für die SV Alfeld startet, „vielleicht 4,70 Meter.“ Dann würden ihm noch 20 Zentimeter fehlen an seinem Ziel fürs nächste Jahr. 4,90 Meter muss er überspringen, um sich für die U23-DM zu qualifizieren.

Mit 16 hat Fasse angefangen, mit Stabhochsprung. „Eigentlich zu spät“, sagt er. Sehr erfolgreich war er anfangs auch nicht: „Vor sechs Monaten bin ich noch 3,80 Meter gesprungen“, sagt Fasse. Doch dann „hat es mich gepackt“. Vor einem halben Jahr zog er nach Hannover, in die direkte Nachbarschaft des Olympiastützpunkts. Seitdem trainiert er sechs- bis siebenmal in der Woche. Im Trainingslager vor Kurzem sogar zweimal täglich. „Man muss viel tun, sonst hat man keinen Spaß dran“, sagt er. Motivationsprobleme hat er keine. „In der Gruppe macht das Training einfach Spaß“, sagt er. „Es ist wie Freunde treffen, nur dass man noch ein Ziel dabei hat.“

Der Anlauf, sagt er, sei das A und O. Schnell muss man sein „und dann muss man das Tempo in Höhe umsetzen. Das ist das Schwierige daran“. Zweimal in der Woche stehen deshalb Technikeinheiten an, ansonsten Krafttraining. Zu viel Muskeln sind allerdings auch nicht gut, die machen schwer und damit langsam.

Die größte Schwierigkeit für Anfänger sei, sich zu überwinden, sagt der Physik-Student: „Man hängt frei am Stab, irgendwann biegt er sich. Und man weiß anfangs nicht, was als nächstes passiert.“



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