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Marcel Ketelhake sagt beim letzten Heimspiel der Reserve „tschüs“ – viele weitere Routiniers hören ebenfalls auf

HF-Urgestein beendet seine Karriere

Springe. Am heutigen Sonnabend, 17 Uhr, endet für die Handballfreunde Springe II mit dem Heimspiel gegen den TV Garmissen-Ahstedt nicht nur die Landesliga-Saison – es endet auch die Karriere von Spielertrainer Marcel Ketelhake. Mehr oder weniger freiwillig. Ketelhake hätte mit den anderen älteren Spielern gerne eine dritte Mannschaft gegründet – die hätte allerdings in der 3. Kreisklasse gemeldet werden müssen – darauf hatten die alten Hasen, allesamt mit Oberliga-Erfahrung, dann doch keine Lust. Eine Altherrentruppe wird es wohl auch nicht geben.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Das Aufhören fällt Ketelhake nicht allzu schwer: „Diese Saison war mehr Quälerei als dass es Spaß gemacht hätte“, sagt er. Oft seien nur sieben, acht Mann beim Training gewesen, gerade bei vielen jüngeren Spielern vermisst er den Ehrgeiz. Er selbst habe oft genug Schichten getauscht oder Urlaub genommen, um am Wochenende spielen zu können. „Das wird aber immer schwerer“, sagt der 37-Jährige – ein Grund mehr, aufzuhören.

Als Fünfjähriger begann Ketelhake mit dem Handballspielen – immer bei der HF. Bei den größten Erfolgen der jüngeren Vereinsgeschichte war er immer dabei: In der Saison 1994/95 wurde er mit der B-Jugend Niedersachsenmeister und Dritter bei den „Norddeutschen“. Am Oberliga-Titel der Herren in der Saison 2008/09 war er als Spieler ebenfalls beteiligt, kam danach sporadisch auch noch in der 3. Liga zum Einsatz. Seinen festen Platz hatte er ab 2009 aber in der Zweiten. Nach dem Rücktritt von Torsten Kahl am Ende der Saison 2011/2012 war er Spielertrainer, in den vergangenen drei Jahren gemeinsam mit Andreas Kinne.

Ein Teil der jetzigen zweiten Mannschaft wird den Verein verlassen, Benedict Noffke etwa wechselt nach Wennigsen. Das kommt für Ketelhake nicht in Frage: „Ich bleibe im Verein. Wenn es irgendwann wieder eine Dritte gibt, spiele ich vielleicht auch wieder.“ Die anderen Älteren wie Kinne, Christian Rückert und Philipp Zahn werden wohl wie Ketelhake aufhören. Was mit den jüngeren Spielern passiert, ist noch offen – denn noch ist nicht endgültig klar, mit welchen Trainern es in der kommenden Saison weitergehen soll.

Gegen den Vorletzten Garmissen geht es für Springe um nichts mehr, „aber gewinnen wollen wir schon noch“, sagt Ketelhake – umso besser ist hinterher die Stimmung beim Mannschaftsabend.



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