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Zweitliga-Schlusslicht zeigt bei Niederlage gegen Saarlouis im zweiten Durchgang kaum noch Gegenwehr

HF Springe am Tiefpunkt

So wird das nichts mit dem Klassenerhalt. Dass Zweitliga-Schlusslicht Handballfreunde Springe sein letztes Heimspiel des Jahres gegen die HG Saarlouis mit 25:32 (15:14) verlor, war schlimm genug. Schlimmer noch war die Art und Weise, wie die Gastgeber sich gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf ihrem Schicksal ergaben.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Springe. So wird das nichts mit dem Klassenerhalt. Dass Zweitliga-Schlusslicht Handballfreunde Springe sein letztes Heimspiel des Jahres gegen die HG Saarlouis mit 25:32 (15:14) verlor und den Abstand zum rettenden Ufer erneut nicht verkürzen konnte, war schlimm genug. Aber vor allem die Art und Weise, wie die Gastgeber sich gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf ergaben, macht es schwer, noch an die Wende zu glauben. „Das war heute der Tiefpunkt“, sagte denn auch Lukas Ossenkopp.

Auch Pawel Pietak war bedient: „Das war eine Katastrophe. Wie kann man so spielen?“, sagte der Rechtsaußen, der einzige Springer, der in diesem Spiel Zweitliga-Niveau erreichte – auch im rechten Rückraum, wo er Tim Coors nach dessen Fußverletzung ab der 15. Minute vertrat. Schon in der ersten Halbzeit spielten die Gastgeber nicht gut, führten zur Pause aber, weil Saarlouis sich ebenfalls etliche Fehler leistete.

Die zweite Halbzeit war dann – abgesehen vielleicht vom Spiel gegen Nordhorn – das schlechteste, was die Springer in dieser Saison ablieferten. So waren sie der richtige Aufbaugegner für die HGS, die acht ihrer letzten neun Spiele verloren hatte. Schon fünf Minuten nach Wiederbeginn führte Saarlouis mit drei Toren – näher kamen die Gastgeber bis zum Abpfiff nicht heran. Vor allem Jerome Müller bekamen sie nicht in den Griff. Und als sie ihn in Manndeckung nahmen, erzielte Kreisläufer Peter Walz die einfachen Tore.

Die HF dagegen machten im Angriff Fehler um Fehler – mit jedem schwand das Selbstvertrauen mehr. „Und hinten war es noch schlimmer“, sagte Ossenkopp frustriert, „wenn es vorne nicht läuft, musst du wenigstens in der Defensive gut stehen.“ Doch weder die 5:1-Deckung noch später die 4:2-Variante funktionierten wirklich. „Wir wollen, aber es stand jeder allein auf dem Platz, wir haben keine Abstimmung gefunden“, so HF-Kapitän Jannis Fauteck ratlos.

Manager Dennis Melching verfolgte die Partie auf der Tribüne mit versteinerter Miene und fragte sich, „warum die Mannschaft nicht bereit ist, alles für Springe zu geben“. Die Mannschaft, das betonte er, schließe Trainer Sven Lakenmacher mit ein. Der entschuldigte sich beim Publikum für die Leistung des Teams und übernahm dafür die Verantwortung. „Ich hoffe, dass die Mannschaft die Kurve noch kriegt“, sagte er. Das Wörtchen „Wir“ benutzte er nicht – und ließ damit Raum für Interpretationen.

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