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HF empfangen einen Gast mit ruhmreicher Vergangenheit

SPRINGE. Einer der klangvollsten Namen im deutschen Handball gastiert am Sonnabend (18 Uhr) bei den HF Springe.

An der Großwallstädter Nachwuchs-Akademie ausgebildet: Nationalkeeper Andreas Wolff. Foto: dpa
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Der TV Großwallstadt gehörte in den 1970er- und 1980er-Jahren zu den dominierenden Klubs der Bundesliga. Siebenmal wurden die Unterfranken zwischen 1973 und 1990 Deutscher Meister. Viermal holten sie den DHB-Pokal, gewannen zweimal den Europapokal der Landesmeister sowie den IHF-Pokal und die EHF-Champions-Trophy.

In den 1990er-Jahren fiel Großwallstadt allerdings aus finanziellen Gründen immer mehr ins Mittelmaß zurück – und stieg 2013 nach 44 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit in die 2. Liga ab. Der Absturz war damit nicht beendet: Zwei Jahre später erhielt der TVG keine Lizenz mehr und musste in die 3. Liga zwangsabsteigen – eine der wenigen Gemeinsamkeiten mit den HF, die ein Jahr später das gleiche Schicksal ereilte.

Die aktuellen Ziele ähneln sich immerhin: Beide Klubs wollen zurück in die 2. Liga. Während für Springe mit zehn Minuspunkten der Zug schon mehr oder weniger abgefahren ist, hat Großwallstadt bei nur drei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Hildesheim noch alle Chancen.

Prominentester Spieler beim TVG ist der 33-jährige Rechtsaußen Michael Spatz, der nach der Insolvenz 2015 nach Stuttgart gewechselt war und vor dieser Saison zurückgekehrt ist. Um ihn herum hat Trainer Heiko Karrer ein junges Team zusammengestellt, in dem etliche Akteure aber schon über Zweitliga-Erfahrung verfügen.

Bemerkenswert: 17 Spieler des 20 Mann starken Kaders haben schon in der Jugend in Großwallstadt gespielt. Die Nachwuchsarbeit des TVG ist durchaus erstligareif: Seit mehr als zehn Jahren bildet der Verein an seiner Nachwuchs-Akademie Talente aus. Daraus hervorgegangen sind heutige Stars wie die Europameister Andreas Wolff und Erik Schmidt.

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