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Henrik Meyer über die südafrikanische Rugby-Akademie

VÖLKSEN. Beim Saisonstart des Rugby-Bundesligisten Germania List war Henrik Meyer dabei. Rechtzeitig zum Vorrunden-Finish ist er wieder da. Zwischendurch trainierte der Völksener am „International Rugby Institute“ im südafrikanischen Pretoria – und hat richtig viel gelernt.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Das hat man schon im ersten Spiel für List nach seiner Rückkehr am vorigen Wochenende gesehen. „Da habe ich schon gehört, dass man den Unterschied sieht“, sagt Meyer. Kein Wunder, schließlich hatte er fast zwei Monate lang an fünf Tagen in der Woche drei bis vier Trainingseinheiten – in einem Land, in dem Rugby National- und nicht Randsport ist. Die Heidelberger „Wild Rugby Academy, ein Kooperationspartner des Deutschen Rugby-Verbands, hatte Meyer für ein Stipendium in Südafrika ausgesucht.

Viermal in der Woche vier Trainingseinheiten pro Tag

Montags bis donnerstags standen für den 19-Jährigen schon vor dem Frühstück eine Einheit im Fitnessraum und eine auf dem Platz auf dem Programm. Nachmittags gab es eine weitere Fitness-Einheit. „Ich hatte da ein individuelles Programm, weil ich der einzige Siebener-Spieler war“. Siebener-Rugby ist die olympische Variante des Sports, traditionell wird in Südafrika – wie auch in List – „Rugby Union“, die Variante mit 15 Akteuren, gespielt.

Zweimal in der Woche trainierte Meyer abends auch mit dem örtlichen Profiteam, den „Blue Bulls“. Die hätten ihn auch gerne in Spielen eingesetzt, „aber der deutsche Trainer hat es verboten. Ich sollte mich ganz aufs Siebener konzentrieren“, sagt Meyer.

An fast jedem Sonnabend stand in Südafrika ein Siebener-Turnier an mit bis zu sieben Partien pro Tag, „da weißt du, wofür du trainierst“, sagt Meyer. Sein einziger freier Tag in der Woche war der Sonntag. Den hätte er gerne genutzt, um Land und Leute besser kennenzulernen, aber die Mit-Stipendiaten „hatten daran nicht so viel Interesse“, erzählt Meyer. Einen Löwenpark besuchte er zum Abschluss immerhin noch, „und mein Englisch ist auch besser geworden“, sagt er.

Es geht bald schon wieder zurück nach Afrika – diesmal nach Namibia. Meyer steht im Kader der deutschen Siebener-Nationalmannschaft, die dort an einem Turnier teilnimmt. Er freut sich über die Einladung: „Da sieht man, dass man nicht für nichts trainiert“, sagt Meyer



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