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TuSpo-Trainer erklärt Rücktritt

Heiko Böhm erreicht seine Spieler nicht mehr

Fußball (jab). Sportlich läuft es nicht bei der TuSpo Bad Münder – nach nur zwei Siegen aus den ersten acht Spielen in der Leistungsklasse Hameln-Pyrmont hat Trainer Heiko Böhm deshalb das Handtuch geworfen. Nach der 3:4-Niederlage im Derby gegen Bakede teilte er der Mannschaft seinen Rücktritt mit. „Ich habe das Gefühl, dass ich an die Spieler nicht mehr rankomme“, sagt der 60-Jährige, „es bringt mir nichts und der Mannschaft auch nicht, wenn ich weitermache.“

Enttäuscht von der Einstellung einiger Spieler: Heiko Böhm hat keine Lust mehr auf seinen Trainerjob bei der TuSpo Bad Münder. F

Böhm hatte die TuSpo in der Winterpause der vergangenen Saison von Thomas Vogt übernommen – seinem Bruder Peter, dem TuSpo-Spartenleiter zuliebe. Eigentlich hatte er vorgehabt, nur bis zum Ende der Saison einzuspringen. Die Münderaner holten in der Rückrunde 23 Punkte – und Böhm verlängerte sein Engagement: „Ich dachte, wenn wir in der Vorbereitung richtig Gas geben, können wir vielleicht eine Überraschung landen – aber der Schuss ging nach hinten los.“

Denn schon vor dem Saisonstart hatte Böhm mit Rücktritt gedroht, weil sich sein Team während der Stadtmeisterschaften in Nettelrede gegen Bakede undiszipliniert präsentiert hatte. Er vermisst die Einstellung „bei einigen Spielern, nicht bei allen“. In den letzten Wochen sei Training nicht mehr möglich gewesen, weil zum Teil „nur drei bis vier Leute da waren“ – das sei allerdings auch auf berufliche und Verletzungsgründe zurückzuführen gewesen.

Böhm sucht die Schuld nicht nur bei der Mannschaft. „Ich ärgere mich auch über den Kreisverband, dass er die Linienrichter in der Leistungsklasse abgesetzt hat.“ Er habe keine Lust mehr, „andauernd klare Abseitstore zu kassieren, weil es keine Schiedsrichter-Assistenten mehr gibt“.

Für TuSpo-Spartenleiter Peter Böhm kam der Rücktritt seines Bruders völlig überraschend. Wie es weiter geht, sei noch völlig offen: „Ich habe keinen Trainer in der Hinterhand“, sagt er. Es ist der nächste Rückschlag für die Münderaner, die erst kurz vor Saisonbeginn mangels Masse ihre zweite Mannschaft aus der 1. Kreisklasse abmeldeten. In der Leistungsklasse kann ihnen sportlich allerdings nichts passieren, weil Eimbeckhausen II und Klein Berkel II ihre Teams zurückzogen und es daher keine Absteiger mehr gibt.



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