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Was kostet mein Sport? Triathlet Daniel Behrens hat mehr Spaß auf den kurzen Strecken

Hawaii kann noch ein paar Jahre warten

Triathlon (jab). Der Traum aller Triathleten ist auch sein Traum: einmal beim Iron Man auf Hawaii dabei sein. Eilig hat es Daniel Behrens damit allerdings nicht. „Noch machen mir die Kurzstrecken zu viel Spaß“, sagt der 25-jährige Springer, der für die Triathlon-Sparte des SC Bad Münder startet. Und: „Für den Iron Man bin ich noch etwas zu jung. Ich bin zum Beispiel noch nie einen Marathon gelaufen.“

Rennrad, Laufschuhe, Neoprenanzug – Triathleten brauchen eine Menge Equipment. Und vor allem Zeit, sagt Daniel Behrens vom

Der Marathon ist bei einem Iron Man nur der Abschluss. Davor müssen die Sportler 3,8 Kilometer schwimmen und 180 Kilometer Rad fahren. Die halbe Distanz hat Behrens schon bewältigt, im Juni in Bad Bodenteich. Dritter seiner Altersklasse ist er dort geworden, „das war mehr, als ich mit ausgerechnet habe“. Eigentlich mag es der Student aber noch kürzer: 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Rad fahren, 10 Kilometer Laufen – die olympische Distanz.

Laufen und Rad fahren ist für die meisten Triathleten kein Problem. Beim Schwimmen, der anspruchsvollsten Disziplin, trennt sich die Spreu vom Weizen. Behrens hat damit keine Probleme. Als Rettungsschwimmer hat er die Technik drauf, „das macht vieles einfacher“, sagt er. Den Spezialisten gegenüber sei er aber immer noch im Nachteil. „Rettungsschwimmen ist sehr spezifisch, es wird viel mit Puppen gearbeitet. Wir sind nicht so schnell wie richtige Schwimmer“, sagt er. Und: „Bei der DLRG schwimmt man maximal 200 Meter am Stück, beim Triathlon fängt es bei 500 Metern erst an.“

Nur Schwimmen wurde Behrens auf Dauer zu langweilig. „Ich bin früher mal Mountainbike gefahren. Bei der Bundeswehr sind wir viel gelaufen. Da dachte ich: Du kannst ja mal einen Triathlon machen.“

Für seinen ersten Wettkampf hatte er sich noch ein Rennrad geliehen. Mittlerweile hat er einen hoch modernen Drahtesel mit Carbon-Rahmen. „Dafür habe ich mir den ganzen Winter über die Einzelteile günstig im Internet zusammengesucht“, sagt Behrens – dadurch hat er für sein Rad nur knapp die Hälfte von dem bezahlt, was es eigentlich Wert ist. Weil es drei Disziplinen sind, kommt noch einiges an Ausrüstung dazu.

Triathlon sei zwar nicht billig, gibt Behrens zu, „aber vor allem ist es zeitintensiv“. Im Durchschnitt trainiert er neun Stunden in der Woche, verteilt auf fünf bis sechs Tage. Vier bis fünf Wettkämpfe bestreitet er pro Saison, dazu kommen einige Vorbereitungsläufe. Vor knapp zwei Wochen startete er in Kiel. Sein Saisonhöhepunkt wird aber der Maschsee-Triathlon am ersten September-Wochenende. „Da will ich in Topform sein“, sagt er.

Im nächsten Jahr will er ein Team finden, mit dem er in der Landesliga starten kann. Weitere Ambitionen: „Ich will meine Grenzen weiter ausloten“, sagt er – und dann ist da natürlich noch der Iron Man auf Hawaii.

Das kostet‘s:

Wettkampfanzug 80 Euro Neoprenanzug 90 Euro

Schwimmbrille 25 Euro

Rennrad 1800 Euro

Radschuhe 90 Euro Sonnenbrille 30 Euro

Fahrradhelm 80 Euro

Laufschuhe 100 Euro

Pulsuhr 40 Euro Startlizenz/Jahr 30 Euro

Vereinsbeitrag/Jahr 36 Euro Startgelder/Jahr 200 Euro

Gesamt 2601 Euro

Diese Auflistung bezieht sich konkret auf Daniel Behrens. Einsteiger zahlen in der Regel deutlich weniger als Leistungssportler.



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