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Kay Behnke ist bei den HF nicht erste Wahl, nimmt seine Rolle aber klaglos an / Heute gegen HSV Hannover

„Hauptsache ist, dass die Mannschaft gewinnt“

Handball (jab). Nur ein Spiel der HF Springe in der laufenden Drittliga-Saison hat Kay Behnke verpasst: den 36:29-Erfolg am zweiten Spieltag beim HSV Hannover. Damals absolvierte er gerade seine Grundausbildung bei der Bundeswehr und bekam nicht frei. Beim Rückspiel am heutigen Sonnabend (18 Uhr) in der Halle des Schulzentrums Süd ist er aber dabei.

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Die Grundausbildung hat er hinter sich – und führt nun quasi ein Profileben. Behnke ist in der Sportfördergruppe. An drei Tagen im Monat muss er nach Warendorf zur Bundeswehr-Nationalmannschaft, die von Weltmeister Christian Schwarzer betreut wird. Ansonsten trainiert er vormittags bei Erstligist Eintracht Hildesheim und abends bei den HF, für die er mit Zweitspielrecht aufläuft. „Das sind acht bis zehn Einheiten in der Woche“, sagt der 19-Jährige.

Als Vierjähriger hat der Linkshänder bei der Eintracht mit Handball begonnen – und ist dem Klub seither treu. Im vorigen Jahr gehörte er schon zum Kader, der den Zweitliga-Titel holte. Ein Bundesliga-Einsatz war ihm mit seinem Heimatverein allerdings noch nicht vergönnt. Zum Gastspiel beim THW Kiel ist er mitgefahren, lief mit in die Halle ein, saugte die Atmosphäre auf – „das war schon cool“, sagt er.

Seine Einsätze kriegt er stattdessen in der 3. Liga vor 500 bis 800 Zuschauern. Stammspieler ist er nicht. Im rechten Rückraum hat er Claus Karpstein vor sich, auf Rechtsaußen Nils Eichenberger. Behnke murrt deswegen nicht. „Klar will jeder Sportler ganz viel spielen. Und wenn ich meine Einsätze kriege, gebe ich alles“, sagt er. „Aber die Hauptsache ist, dass die Mannschaft gewinnt.“

Das tun die Springer bislang. In 14 von 16 Spielen sind sie als Sieger vom Feld gegangen, der Zweitliga-Aufstieg rückt mit jedem Erfolg näher. Soweit blicken die HF aber noch nicht voraus, sagt Behnke: „Wir haben noch 14 Endspiele. Aber wenn wir unser Ding durchziehen und alle fit bleiben, sind wir schwer zu stoppen.“ Das soll heute auch der HSV Hannover, wo Behnkes Kumpel Robin John spielt, erfahren.

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