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Hannover verlangt Springe alles ab

Hannover/Springe. Die Handballfreunde Springe behalten ihre weiße Weste in der 3. Liga Nord. Das 27:25 (13:14) im Derby in Anderten beim HSV Hannover war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Die Springer lagen lange hinten, beim 14:19 in der 36. Minute sogar mit fünf Toren. Dank einer kampfstarken Leistung schafften sie aber noch die Wende. Spielerisch war es vor allem in der ersten Halbzeit „unsere mit Abstand schlechteste Leistung in dieser Saison“, sagte HF-Coach Holger Schneider.

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Daniel Deutsch und Janis Helmdach mühten sich vergeblich, den verletzten Jannis Fauteck – der mittlerweile erfolgreich an der Schulter operiert wurde – auf der Mittelposition zu ersetzen. Aber erst Youngster Justin Brand schaffte es nach der Pause, etwas Struktur ins Springer Spiel zu bringen. Deutsch wechselte nach der Pause an den Kreis, denn Arek Bosy war wegen seines lädierten Rückens gegen seinen Ex-Klub keine Hilfe im ersten Durchgang.

Die ebenfalls ersatzgeschwächten Hannoveraner, bei denen zusätzlich Torjäger Bastian Riedel früh verletzt ausschied, nahmen wie beim letzten Heimspiel gegen Springe im Angriff den Torhüter raus und brachten mit David Sauß einen siebten Feldspieler. Ihn und Lukas Ossenkopp bekamen die Springer nicht in den Griff. Hinzu kamen jede Menge technische Fehler – und auch das oftmals leere HSV-Tor trafen die Gäste nicht.

Auch nach der Pause wurde es zunächst nicht besser, erst fast sechs Minuten nach Wiederbeginn erzielte Deutsch den ersten HF-Treffer im zweiten Durchgang. Schneider stellte jetzt seine Abwehr von 6:0 auf 5:1 um. Im Tor löste Mustafa Wendland Jendrik Meyer ab und hatte mit einigen Glanzparaden großen Anteil an der Springer Aufholjagd. Als er aus Wut über ein Gegentor aber gegen den Pfosten trat, kassierte er eine Zwei-Minuten-Strafe (48.). Meyer übernahm wieder und war nun kaum noch zu überwinden.

Eine seiner Paraden leitete den Gegenstoß ein, den Claus Karpstein zum 23:22 – der ersten HF-Führung – nutzte (52.). „Jetzt geht’s lohos!“, skandierten die 200 Springer Fans unter den knapp 500 Zuschauern – ihre Mannschaft schaffte es aber nicht, sich deutlich abzusetzen. So blieb es spannend bis zum Schluss – entsprechend ausgelassen fiel der Jubel der Springer aus, als Helmdach in der Schlusssekunde für den Endstand sorgte.

Springe: Meyer, Wendland – Helmdach (8), Pietak (7/2), Karpstein (5), Deutsch (4), Reese (2), Kolditz (1), Gorpishin, Brand, Bosy, Borgmann (n. e.).jab

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