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Handballfreunde mit glücklichem Derbysieg

SPRINGE. Sie haben den Heimnimbus gewahrt: Die Handballfreunde Springe gewannen auch ihr viertes Saisonspiel in eigener Halle. Mit 28:27 (15:16) rangen sie im Drittliga-Derby den HSV Hannover nieder. Es war ein glücklicher Sieg, „verdient hatten wir ihn eigentlich nicht“, sagte HF-Kapitän Fabian Hinz.

Ausgebremst: Der Ex-Springer Milan Djuric (r.) stoppt den Neu-Springer Tim Otto unsanft. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Ausgerechnet der ehemalige Springer Milan Djuric, vom HSV wegen anhaltender Personalprobleme reaktiviert, hätte an alter Wirkungsstätte fast noch ausgeglichen. Sein Wurf aus ungünstiger Position acht Sekunden vor Schluss stellte Springes Keeper Svebor Crnojevic allerdings vor keine allzu großen Schwierigkeiten. „Es war die falsche Entscheidung zu werfen, wir hätten noch zwei, drei Sekunden länger ausspielen können“, sagte Djuric. „Es haben leider ein paar Kleinigkeiten gefehlt.“

Es war kein gutes Spiel. „Auswärts hätten wir es wahrscheinlich verloren“, sagte Hinz. „Das Publikum war aber ein Faktor für uns.“ Die Zuschauer hielt es in den letzten Minuten nicht mehr auf den Sitzen. Als Hendrik Benckendorf eineinhalb Minuten vor Schluss ohne große Springer Gegenwehr durch die Abwehr marschiert war und zum 27:27 ausgeglichen hatte, feuerten sie ihr Team noch einmal richtig an. Und als Tim Otto 40 Sekunden später das 28:27 erzielte, wurde es richtig laut in der Halle.

Gäste-Coach Stefan Lux nahm noch einmal eine Auszeit, brachte einen siebten Feldspieler – der Ausgleich gelang seinem Team aber nicht mehr. „In Springe muss man keine zwei Punkte einplanen“, sagte er – enttäuscht war er aber schon.

Denn die Springer wurden ihren Ansprüchen erneut nicht gerecht. Im ersten Durchgang suchten sie immer wieder Kreisläufer Sebastian Preiß, die Anspiele kamen aber selten an. In der Abwehr hatten sie dagegen Probleme mit Hannovers starkem Kreisspieler Milan Mazic.

Nach dem Seitenwechsel schienen die Gastgeber das Spiel in den Griff zu kriegen. Binnen neun Minuten machten sie aus dem 15:16-Pausenrückstand eine 20:17-Führung. In dieser Phase fiel der spektakulärste Treffer der Partie: Preiß fing ein Zuspiel von Hendrik Pollex mit einer Hand und beförderte den Ball noch im Fallen mit dem Rücken zum Tor ins Netz.

Wer dachte, die HF kämen jetzt ins Rollen, irrte. Durch einfache Fehler und unkonzentrierte Abschlüsse brachten sie die Gäste immer wieder ins Spiel – und hatten dank Otto und Crnojevic doch noch das glücklichere Ende für sich.



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