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Handballfreunde mit dezimiertem Kader nach Großwallstadt

SPRINGE. Déjà-vu bei den Handballfreunden Springe. Das Heimspiel gegen den TV Großwallstadt bestritt der Drittligist Ende November mit gerade mal neun Feldspielern. Es war der Höhepunkt der Verletztenmisere in der Hinrunde – pünktlich zum Rückspiel am Sonnabend (19.30 Uhr) füllt sich das Lazarett wieder.

Für die Springer um Sebastian Preiß geht es in Großwallstadt noch um den dritten Platz. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Nils Eichenberger fällt mit einem Leistenbruch für den Rest der Saison aus. Hendrik Pollex knickte am vorigen Wochenende beim Sieg gegen Bad Neustadt um – Verdacht auf Bänderriss. Auch er wird wohl in dieser Serie nicht mehr auflaufen. Im Training zog sich nun auch noch Svebor Crnojevic eine Bänderverletzung zu. In Großwallstadt bildet damit der A-Jugendliche Daniel Hoffmann mit Mustafa Wendland das Torhüter-Gespann.

Auch sonst „gibt es eigentlich keinen Spieler, bei dem es keine Probleme gibt. Wir müssen in den letzten Spielen auf die Zähne beißen“, sagt Kapitän Fabian Hinz, der sich selbst mit einer Wadenverletzung plagt. Im Derby beim HSV Hannover vor zwei Wochen hatte er einen Pferdekuss bekommen. „Normalerweise ist das eine Sache von zwei, drei Tagen, es wird aber nicht besser – das hatte ich so noch nicht“, sagt Hinz, der gegen Bad Neustadt aussetzte. Maximilian Kolditz gab dafür nach drei Monaten sein Comeback auf Linksaußen. „Man hat gesehen, dass mir noch die Spielpraxis gefehlt hat und ich in manchen Situationen nicht so entschlossen war, wie man es kennt“, sagt Kolditz, „aber Bad Neustadt war der richtige Gegner zum Reinkommen.“

Großwallstadt dürfte da ein anderes Kaliber werden. Die Unterfranken zählten vor der Saison neben Springe, Dresden und Hildesheim zu den heißesten Aufstiegsanwärtern. Den Titel machen die beiden Letztgenannten unter sich aus, der TVG könnte mit einem Sieg heute den entscheidenden Schritt zum dritten Platz machen – gewinnen die Springer, derzeit Vierter, rücken sie den Gastgebern noch einmal auf die Pelle. „Dass wir da stehen, hätte nach der Hinrunde keiner erwartet“, sagt Hinz, „mindestens auf Platz vier wollen wir sie auch beenden.“

Im Hinspiel trotzten die HF übrigens der Verletztenmisere und holten mit viel Leidenschaft einen Punkt. „Wir wollen versuchen, das wieder hinzukriegen“, so der Kapitän.

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