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Handballfreunde drehen rechtzeitig auf

SPRINGE. Das Ergebnis täuscht: So deutlich, wie es das 35:27 (15:15) vermuten lässt, war der Heimsieg von Drittligist Handballfreunde Springe gegen den abstiegsgefährdeten HSC Bad Neustadt nicht.

Pawel Pietak (r.) überwindet Bad Neustadts Torwart Felix Schmidl mit einem Dreher und erzielt eines seiner acht Tore. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Erst in der letzten Viertelstunde setzten die Springer sich vor knapp 400 Zuschauern ab. Es war vor allem die größere individuelle Klasse der Gastgeber, die den Unterschied ausmachte.

Mannschaftlich wussten die HF nicht zu überzeugen. Sie waren allerdings auch einigermaßen gebeutelt. Kapitän Fabian Hinz hatte im Derby beim HSV Hannover am Wochenende zuvor einen Schlag auf die Wade bekommen und kam gegen den HSC nur für einen Siebenmeter aufs Feld. So spielte Maximilian Kolditz nach dreimonatiger Verletzungspause auf Linksaußen fast durch.

Wie auf der anderen Seite Rekonvaleszent Pawel Pietak. Denn Nils Eichenberger spielte in den vergangenen Wochen – notgedrungen – mit einem Leistenbruch, der in den nächsten Tagen operiert wird. „Die Saison ist wohl gelaufen“, so Eichenberger. Während des Spiels fielen auch noch Sergej Gorpishin und Hendrik Pollex verletzt aus – ihr Einsatz in Großwallstadt am kommenden Wochenende ist fraglich. „Ich habe noch nie erlebt, dass wir so viele Verletzte haben“, sagt Oleg Kuleshov – und der ist aus der Hinserie schon einiges gewöhnt.

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Springes Abwehr spielte leidenschaftslos und zu passiv, sodass die Gäste zu einfachen Toren aus dem Rückraum kamen. Immerhin hatten die Gastgeber die besseren Torhüter. Die beiden HSC-Keeper Felix Schmidl und Fabian Tatzel fassten vor der Pause so gut wie keinen Ball an. Springe agierte im Angriff allerdings zu nervös, um daraus ernsthaft Kapital zu schlagen.

Die HF stellten nach dem Seitenwechsel die Deckung auf 5:1 um. „Das war der Schlüssel, dass wir gewonnen haben“, sagte Kuleshov. Dennoch blieb es zunächst eng, weil die Gastgeber im Angriff weiterhin zu hektisch waren.

Ab der 40. Minute setzten die HF sich aber ab – obwohl beide Gästekeeper sich jetzt steigerten und einige freie Würfe parierten. Alle Fehler ihrer Vorderleute konnten sie aber nicht ausbügeln. „Wir waren am Ende nicht mehr konzentriert und Springe hat uns überrannt“, so HSC-Spielertrainer Margots Valkovskis. Kuleshov bilanzierte: „Es war schwierig, aber am Schluss haben wir uns gefunden und verdient gewonnen.“



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