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Warum die Mädchen des FC Flegessen II den Spaß am Tischtennis behalten

Gute Verliererinnen

Die Damen des FC Flegessen II haben in der Tischtennis-Bezirksklasse in der Hinrunde alle Spiele klar verloren. Den Spaß hat das junge Team deswegen nicht verloren. „Wir wussten, was auf uns zukommt“, sagen Jessica Beiße, Julia und Leonie Strüber (alle 17), Sarah Schneider und Mira Schimkat (beide 16).

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Flegessen. Vor zwei Jahren waren Jessica Beiße, Julia und Leonie Strüber (alle 17), Sarah Schneider und Mira Schimkat (beide 16) noch unschlagbar. Zweimal in Folge wurden die Tischtennis-Talente des FC Flegessen verlustpunktfreier Meister in der Mädchen-Kreisliga. Jetzt machen die Fünf gerade die umgekehrte Erfahrung. Als zweite Damenmannschaft haben sie in der Bezirksklassen-Hinrunde alle neun Spiele verloren – siebenmal 0:8, zweimal 1:8. Den Spaß am Tischtennis kann so eine Niederlagenserie dem Quintett aber nicht vermiesen.

Schon in der vorigen Saison traten die fünf Mädchen bei den Damen an. Damals als dritte Mannschaft in der 1. Kreisklasse. Schon da gab es mehr Niederlagen als Siege. „Das war schon eine Herausforderung. Aber wir wollten was dazu lernen“, erzählt Julia. „Bei den Mädchen mussten wir uns nicht mehr anstrengen“, ergänzt ihre Zwillingsschwester Leonie.

Seit dieser Saison ist die Herausforderung noch größer. Denn weil Lea Schneider aus der bisherigen Zweiten für ein Jahr ins Ausland ging und bei den Routiniers Ulrike Kuessner und Annegret Wehrmann aus persönlichen Gründen zunächst offen war, ob sie weiterspielen, wurden die Erste und Zweite zusammengelegt. „Denn wir spielen von kleinauf miteinander und wollten zusammenbleiben“, sagt Julia.

Also stieg das eingeschworene Quintett schlagartig zwei Klassen auf. Die vielen Niederlagen wundern sie nicht: „Wir wussten, was auf uns zukommt“, sagt Mira, „die meisten in der Bezirksklasse spielen ja auch schon 20 Jahre länger als wir.“

Es sei schon frustrierend, immer zu verlieren, gesteht Leonie, „da freut man sich schon über die kleinen Erfolge.“ Etwa einen gelungenen Punkt oder einen gewonnenen Satz. Oder auch die Anerkennung der Gegnerinnen – die mitunter auch schon in die Halle kamen und die Mädchen fragten, wo denn wohl die Mannschaft sei, gegen die sie antreten. Jahrelang spielten bei Flegessen II eben überwiegend ältere Damen – an den Nachwuchs müssen sich die Spielerinnen erst gewöhnen.

Umgekehrt gewöhnt sich der Nachwuchs jetzt an die Spielweisen ihrer erfahrenen Gegnerinnen. „In der Kreisklasse wurde viel mit Schnitt gespielt“, sagt Julia, „im Bezirk spielen sie aggressiver.“

Julia gewann am ersten Spieltag gegen Hessisch Oldendorf das bislang einzige Einzel für Flegessen II. Am letzten Spieltag der Hinrunde kam gegen Salzhemmendorf ein Erfolg im Doppel durch Jessica und Sarah hinzu. „Wir werden in der Rückrunde bestimmt ein paar einzelne Spiele gewinnen“, sagt Mira – an einen Mannschaftssieg glauben sie und ihre Teamkolleginnen allerdings nicht.

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