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Gunnar Johansson im Erstliga-Fieber

Eldagsen. Sechsundvierzigeinhalb Minuten lang hatte Gunnar Johansson hinter der Bande mitgefiebert. Nicht etwa, weil das Spiel von Rollhockey-Bundesligist SC Bison Calenberg gegen die IGR Remscheid so spannend gewesen wäre – kurz nach der Pause hatten die Gastgeber für klare Verhältnisse gesorgt und gewannen am Ende klar mit 8:4 (4:3). Nein, Johansson hatte tatsächlich Fieber – trotzdem kam der Routinier fast drei Jahre nach dem Aufstieg zu seinem allerersten Einsatz in der Bundesliga.

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Angesichts seines Gesundheitszustands „waren die dreieinhalb Minuten schon ziemlich lang“, sagte er strahlend. Zumal er ordentlich zu tun bekam. So konnte er den vierten Remscheider Treffer durch Luis Hages zwar nicht verhindern. Zehn Sekunden vor Spielende vereitelte er aber bei einem Penalty von Daniel Leandro einen weiteren Gegentreffer, indem er locker den Ellenbogen ausfuhr. Es war der Höhepunkt eines rundum gelungenen Abends für die Bisons, die mit dem Sieg den dritten Tabellenplatz festigten.

Die Gastgeber begannen nervös und lagen nach Treffern von Fabian Selbach (2.) und Leandro (9.) schnell 0:2 hinten. Dann wechselte sich Milan Brandt ein. Wegen der Knieverletzung, die er sich in der Vorwoche in Iserlohn zugezogen hatte, hatte er zunächst ausgesetzt und sich aufs Coaching beschränkt – Trainer Tonny van den Dungen war privat verhindert. Brandt sorgte mit seinem Doppelpack für den Ausgleich (10., 16.). Robin Selbach brachte die Gäste wieder in Führung (20.), doch Brandt antwortete prompt wieder mit dem 3:3 und nur Sekunden später erzielte Sebastian Haas die erste Bison-Führung.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur zehn Sekunden, ehe Brandt auf 5:3 erhöhte. Patrick Nikolajko vergab für Remscheid zwei gute Chancen auf den Anschlusstreffer (29., 30.) – als Joao Rocha dann nach einem Konter auf 6:3 erhöhte, kam von Remscheid kaum noch Gegenwehr. Brandt per Penalty (38.) und Leif Johansson (42.) bauten den Vorsprung aus.

Jetzt konnte Brandt sich wieder schonen. Winterzugang Fabian Schmidt gab sein Debüt im Bison-Trikot – und kurz vor Schluss eben auch Gunnar Johansson: „Wir haben auch für Gunnar so gekämpft, weil er sich einen Einsatz so gewünscht hatte“, sagte Brandt, der bei einem knapperen Spiel wohl bis zum Schluss auf Tim Richter vertraut hätte. Musste er aber nicht: „Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit komplett unter Kontrolle gehabt. Ich kann mein Team nur loben“, sagte er zufrieden.

SC Bison: Richter, G. Johansson – Brandt, Haas, Rocha, Luther, L. Johansson, R. Johansson, Schmidt, Leitmann.



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