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NFV-Ehrennadel für 50 Jahre Schiedsrichtertätigkeit

Gold für Gerhard Spier

Er ist inzwischen 76 Jahre alt – aber keinen Moment müde, nicht jedes Wochenende auf dem Fußballplatz zu stehen. Und zwar mit der Pfeife im Mund und dem gelben und roten Karton in der Brusttasche. Es handelt sich um den Springer Schiedsrichter Gerhard Spier.

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Autor:

VON DIETER GÖMANN

SPRINGE.

Anlässlich des Kreistages in Burgdorf wurde er mit der Goldenen Ehrennadel des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) für seine 50-jährige ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet.

Spier hatte bis 1976 für den damaligen SV Bison Springe aktiv Fußball gespielt, aber nach einem Sportunfall die Schuhe an den Nagel gehängt. Er tauschte sie ein gegen Trainingsschuhe, denn da startete er seine Karriere als Schiedsrichter. „Ich wollte nicht mehr hinter den Ball treten, aber Spiele aus der Nähe betrachten. Da ging ich mitten auf den Platz, denn nur zuzuschauen war für mich zu wenig“, so Spier.

Er machte seine Ausbildung zum Schiedsrichter und hatte seinen Einsatzbereich drei Jahre lang auf der Kreisebene.

Dann fragte er beim Kreislehrwart Klaus Kemmling nach, wann er auf Bezirksebene pfeifen könne. Nach der erfolgreich absolvierten sportlichen und theoretischen Prüfung hatte er den Aufstieg in den Bezirk

„Man musste damals – es war 1979 – richtig kämpfen, dass man aufsteigen konnte, denn im Gegensatz zu heute gab es viele Schiedsrichter“, stellt Spier fest, der 2000 zum FC Springe gewechselt war.

Sechs Jahre lang war er auf dieser Ebene mit der Pfeife und der gelben und roten Karte unterwegs, ehe er mit 45 Jahren dann 1985 – so verlangen es die DFB-Statuten – seinen Abschied nehmen musste. Der damalige Kreislehrwart Rolf Schmidt (Barsinghausen) drängte Gerhard Spier zum Weitermachen.

„Da habe ich nicht lange überlegt und war bis zu meinem 70. Lebensjahr 15 Jahre lang bei den jährlichen Leistungsprüfungen dabei“, erinnert sich Spier. Seitdem sieht man ihn bei den Punktspielen der 2. bis 4. Kreisklasse noch immer auf dem Platz. Mit Stolz verweist Spier darauf, dass er letztmals im Jahre 2011 einem Spieler die Rote Karte gezeigt habe. Auf die Frage, wie lange er noch pfeifen werde, kommt die Antwort: „So lange mich die Füße tragen.“

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