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Glückwünsche aus Hanoi

Springe. Die Gratulation aus Hanoi ließ nicht lange auf sich warten: „Ich bin stolz auf die Truppe“, las Jens Buchmeier, Pressesprecher der Handballfreund Springe, aus der SMS von Holger Schneider vor. Und: „Lasst uns weiter an unserem Traum basteln.“ Schneider konnte wegen einer lange geplanten Geschäftsreise nach Vietnam nicht beim Heimspiel gegen den Oranienburger HC dabei sein. Auch ohne ihren Trainer landeten die Springer vor 500 Zuschauern mit 23:22 (11:10) den neunten Sieg in Folge und liegen weiter in Schlagdistanz zu den Spitzenreitern Tarp und Altenholz.

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Die Abwehrreihen dominierten das Spiel, das hart war, aber nicht unfair. Oranienburgs Robert Kählke kassierte die einzige Zeitstrafe der Partie (12.), in der es ganze zwei Siebenmeter gab – beide verwandelte Springes starker Linksaußen Fabian Hinz, mit insgesamt acht Treffern der erfolgreichste Werfer der Begegnung. Die Gäste mit dem ehemaligen Springer Simon Herold im Tor – er machte wie sein Gegenüber Jendrik Meyer ein starkes Spiel – erwischten den besseren Start und führten nach zehn Minuten 4:2. HF-Manager Dennis Melching, der Schneider auf der Bank vertrat, nahm früh eine Auszeit, Springe glich danach schnell aus und ging seinerseits mit 6:5 in Führung. Bis zur Pause konnten sich die Gastgeber nicht weiter absetzen. Bitter: Janis Helmdach wurde bei einem Sprungwurf gefoult, kam unglücklich auf und verletzte sich am Rücken – für ihn war das Spiel schon nach 20 Minuten beendet.

Auch nach dem Seitenwechsel zwangen sich beide Teams mit ihren starken 6:0-Deckungen immer wieder gegenseitig ins Zeitspiel. Das war nicht immer schön anzuschauen – aber hoch spannend. Die Springer schafften es zwar mehrmals, sich abzusetzen, die Gäste gaben sich aber nie auf und kamen immer wieder zurück. Auch, nachdem Kapitän Daniel Deutsch in der 47. Minute das 21:16 erzielt hatte. Danach blieben Würfe von Claus Karpstein, Deutsch und Nikolaos Riganas im Block hängen, Herold parierte zwei Würfe von Theodoros Evangelidis. Der OHC schloss die Gegenangriffe jeweils erfolgreich ab – und es stand nur noch 22:21 (54.).

Auch in ihrem letzten Angriff fanden die Springer die Lücke nicht. Riganas musste unter Druck werfen, Herold parierte und Oranienburg blieben 45 Sekunden, um noch auszugleichen. Tim Fröhlich warf vier Sekunden vor Schluss nur in Block, bekam aber noch einen Freiwurf. Henning von Oesen versuchte, die Abwehr zu umlaufen, wurde aber abgedrängt. So gab es nach der Schlusssirene einen weiteren Freiwurf für die Gäste von Linksaußen. Von Oesen hatte jedoch keine Chance, an der Springer Mauer vorbeizuwerfen – die HF-Party konnte beginnen.

„Drei Trainingseinheiten nach eineinhalb Wochen Pause haben nicht gereicht, um uns vernünftig einzuspielen“, sagte Melching, „aber letztendlich haben wir zwei Punkte, damit können wir leben.“

HF Springe: Meyer, Stange (n.e.) – Hinz (8/2), Karpstein (3), Evangelidis (3), Deutsch (3), Tzoufras (2), Eichenberger (2), Riganas (2), Helmdach, Gorpishin, Kolditz (n.e.), Borgmann (n.e.).jab



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