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Gijon spielt die Bison-Damen schwindelig

ELDAGSEN. Ärgern wollten die Rollhockey-Frauen des SC Bison Calenberg den HC Gijon auf ihrer kleinen und rutschigen Bahn in Eldagsen. Die Spanierinnen ließen sich von dem ungewohnten Untergrund im Hinspiel der ersten Europapokalrunde jedoch nicht beeindrucken, sondern erteilten den Gastgeberinnen eine Lehrstunde

Auf verlorenem Posten: Britt-Stina Johansson (r.) versucht vergeblich, Gijons Marta Gonzalez zu stoppen. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Mit 12:1 (7:1) gewann der haushohe Favorit, in dessen Kader vier frisch gebackene Weltmeisterinnen standen.

Nach zehn Minuten war die Partie entschieden. Maria Diez (2.), Marta Gonzalez (2.), Anna Cassaramona (3.), Olga Gimenez (9.) und Alba Garotte (10.) legten für Gijon eine 5:0-Führung vor. Die Bisons wussten bis dahin nicht, wo ihnen die Köpfe standen. Die Gäste spielten sie regelrecht schwindelig. „Die Aufregung war ziemlich groß“, gestand Bison-Kapitänin Britt-Stina Johansson. „Aber es hat super Spaß gemacht.“

Durch die frühe Entscheidung ließ die Nervosität nach. Der SCBC stellte in der Abwehr von der Raute nun auf Manndeckung um. Die Defensive stand nun etwas sicherer, so kamen die Gastgeberinnen zu einigen Kontern. Kim-Alina Henckels scheiterte aber zweimal an Gijons Torhüterin Judit Morera.

Anna Hartje sorgte unter großem Jubel der knapp 100 Zuschauer für den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:6 (18.). Sara Gonzalez hatte für Gijon auf 6:0 erhöht (12.), Paula Calleja machte noch vor der Pause das 7:1 für die Spanierinnen.

Die Dominanz der Gäste wurde nach dem Seitenwechsel nicht weniger. Im Gegenteil. Die Bisons hatten nach vorne nun überhaupt keine Chancen mehr – es fehlte schlicht die Kraft, um schnelle Konter zu laufen. Auf der anderen Seite bauten Maria Diez (27.), Olga Gimenez (33.), Anna Cassaramona (41., 41.) und Marta Gonzalez (47.) das Ergebnis noch aus.

Bison-Trainer Milan Brandt umarmte nach der deutlichen Niederlage jede seiner Spielerinnen. „Ich bin zufrieden, wir haben versucht, alles reinzuwerfen“, sagte er, „aber das sind eben Halbprofis. Wir haben ganz viel dazugelernt.“ So sieht es auch Bison-Chef Klaus Johansson: „Das sind Erfahrungswerte, die wir in die Bundesliga mitnehmen.“

SC Bison: Sturm, Mayer – Henckels, Dobbratz, Johansson, Hartje, Hasenheit, Schulze, Paul, Schreinecke.

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