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3. Liga: Wenn Lemgo II in der Weststaffel Meister wird, gibt es eine Aufstiegs-Relegation

Gibt es eine Hintertür für die Vizemeister?

Handball (jab). In der 3. Liga Nord liegen die HF Springe zur Saisonhalbzeit mit drei Punkten Vorsprung auf die ärgsten Verfolger Henstedt-Ulzburg und Tarp/Wanderup auf Titel- und Aufstiegskurs. Aber wie sieht es in den anderen Staffeln aus? Eine Übersicht.


In der 3. Liga Ost liegen Zweitliga-Absteiger EHV Aue mit drei und der HSC Bad Neustadt mit vier Minuspunkten deutlich an der Spitze und machen das Titelrennen wohl unter sich aus. Der Dessau-Roßlauer HV hat schon sieben Zähler Rückstand. Sowohl Aue als auch Bad Neustadt setzen vor allem auf osteuropäische Spieler, zum Teil mit Länderspielerfahrung, etwa die Esten Dener Jaanimaar und Janar Mägi beim EHV oder die Letten Margots Valkovskis und Janis Pavlovics beim HSC. Am 10. März steigt in Bad Neustadt das vorentscheidende direkte Duell der beiden Konkurrenten.

In der Südstaffel steht der überlegene Vorjahresmeister SG Leutershausen, der in der Relegation gescheitert war, erneut an der Spitze. Die drei Minuspunkte kassierte die SG in den ersten beiden Auswärtsspielen der Saison, danach folgten zwölf Siege in Folge. Der Tabellenzweite und einzige noch ernstzunehmende Konkurrent TSB Heilbronn-Horkheim liegt schon drei Zähler zurück. Leutershausen, das nach der Insolvenz vor vier Jahren einen Neuanfang gemacht hat, baut ähnlich wie Springe auf eine Mischung aus Routiniers und Talenten, wie etwa die Junioren-Weltmeister Jochen Geppert und Niklas Ruß.

Auch in der 3. Liga West gibt es mit der HSG Handball Lemgo II ein klar dominierendes Team, das mit schon fünf Zählern Vorsprung die Tabelle anführt. Dahinter ist es spannend: Ganze fünf Punkte trennen den Zweiten, TuS Ferndorf, vom Achten, VfL Edewecht. Der Kampf um den zweiten Platz dürfte heiß werden – denn Lemgo darf als zweite Mannschaft nicht in die 2. Liga aufsteigen.

Steht Lemgos Bundesliga-Reserve auch am Ende der Saison vorne, öffnet sich für die Vizemeister aller vier Drittliga-Staffeln die Hintertür. Denn für den Fall, dass eine Mannschaft nicht aufsteigen darf oder will, sehen die Durchführungsbestimmungen des DHB für die 3. Liga vor, dass nicht der Vizemeister der betreffenden Staffel automatisch nachrückt. Stattdessen werden „freie Aufstiegsplätze durch Entscheidungsspiele der aufstiegsberechtigten Zweitplatzierten der vier Staffeln“ vergeben.

Im Fall der Fälle treten dann die Vertreter aus West und Süd sowie Ost und Nord zunächst in Hin- und Rückspiel gegeneinander an. Die Sieger der ersten Runde ermitteln dann wieder in Hin- und Rückspiel den Aufsteiger.

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