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Gestorf und FCE II: Ängste sind unbegründet

ELDAGSEN/GESTORF. Die Fusion der Fußballkreise Hannover-Stadt und -Land hat die Ligen gehörig durcheinandergewürfelt. Deshalb standen beim Kreisligisten TSV Gestorf vor der Saison jede Menge Fragezeichen. Ganz zu schweigen vom Aufsteiger FC Eldagsen II. Doch beide Teams haben sich gut geschlagen – eine Zwischenbilanz.

Ali Ibrahim (l.) und Bennet Mahlert (r.) sorgen für Stabilität in der Abwehr der Eldagsener Reserve. Leon Fülberg (M.) ist einer der starken Neuen beim TSV Gestorf. Foto: Bertram (2)
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Ich hatte schon Angst, dass wir Kanonenfutter werden“, sagt Karsten Bürst, Trainer des FC Eldagsen II. Kein Wunder, sein Team war in der Relegation gescheitert, stieg nur auf, weil der SV Scharrel seine Mannschaft abmeldete. Und weil der Aufstieg erst spät feststand, blieb keine Zeit, die Mannschaft zu verstärken. Daher ist es für Bürst „eine Riesenüberraschung“, dass seine Elf mit 15 Punkten aus erst zehn Spielen so gut dasteht. „Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen, es geht nach wie vor nur um den Klassenerhalt“, mahnt Bürst, „meiner Meinung nach brauchen wir dafür 35 Punkte.“

Die Abwehr ist das Prunkstück bei den Eldagsenern. Die Routiniers Ali Ibrahim und Christoph Harmeyer sind dafür die Garanten. Aber auch Youngster wie Marick Lenz und Bennet Mahlert sind kaum noch aus dem Team wegzudenken. „Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung und dadurch eine gute Fitness. Wir können 90 Minuten Gas geben“, sagt Bürst. So hätte sein Team nicht eingeplante Punkte geholt, etwa gegen den HSC Hannover oder Grasdorf. Schon seit Ende Oktober haben die Eldagsener kein Spiel mehr bestritten: „Wir fangen wieder bei Null an“, sagt Bürst, dessen Team noch 20 Spiele vor der Brust hat: „Das wird ein Brett.“

Nur einen Zähler, aber schon vier Spiele mehr als die FCE-Reserve hat der TSV Gestorf. „Unter dem Strich können wir zufrieden sein“, sagt TSV-Trainer Peter Baron. „Vor allem wenn man bedenkt, wer alles neu ist in der Staffel.“ Baron vermisst die Konstanz bei seinem Team: „Es geht bergauf und bergab“, sagt er, „das kommt aufs Personal an, aber auch auf die äußeren Umstände.“ Seine Mannschaft sei noch nicht so abgezockt, sich schnell auf ungewohnte Situationen, etwa den Kunstrasen wie beim HSC Hannover, einzustellen.

Die Gestorfer stellen mit Jochen Sterling (13 Tore) den bislang treffsichersten Stürmer der Staffel. Baron hofft, dass Fabian Maiworm, der aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen in der Hinrunde kaum dabei war, im neuen Jahr wieder eine Alternative wird. „Vorne sind wir gut aufgestellt“, sagt der Trainer, „aber wir können gar nicht so viele Tore schießen wie wir hinten reinkriegen.“

Die Abwehr ist nach wie vor die große Baustelle beim TSV. Baron nimmt das zum Teil auf seine Kappe: „Wir probieren viel aus, spielen mal mit einer Dreier-, mal mit einer Viererkette. Und wir lassen auch mal Spieler auf ungewohnten Positionen spielen“, sagt er. So sei es etwa zu dem kuriosen 5:4 gegen Fortuna Sachsenross gekommen: In der 75. Minute führte Gestorf noch 5:0, „dann haben wir angefangen zu wechseln...“

Mit Philipp Eicke war Gestorfs wichtigster Mann vor der Saison nach Hüpede gewechselt. „Ich hatte Bedenken, dass es ohne ihn nicht läuft“, gesteht Baron, „es geht aber doch.“ Das liege auch an den Neuzugängen Leon Fülberg, Justin Grube und Eric Bergmann, die sich auf Anhieb als Stammspieler etabliert hätten. „Trotzdem hoffen wir, dass Philipp Eicke zurückkommt“, so Baron.



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