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Gestorf sorgt für Abwechslung bei Stadtmeisterschaft

ALVESRODE. In der Vorrunde waren die Überraschungen ausgegblieben bei der Springer Fußball-Stadtmeisterschaft in Alvesrode. Dafür gab es in den Halbfinals gleich zwei Sensationen - und am Ende einen neuen Sieger.

Erschöpft, aber glücklich: Die Spieler des TSV Gestorf bejubeln den Titel bei der Stadtmeisterschaft. Fotos: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Zuerst besiegte der SC Völksen, Aufsteiger zur 1. Kreisklasse, den Titelverteidiger FC Springe (Bezirksliga) mit 2:1. Anschließend kegelte Kreisligist TSV Gestorf den Landesligisten FC Eldagsen mit 4:3 raus. Im Finale setzten sich die Gestorfer mit 3:2 durch. Den dritten Platz sicherte sich Springe durch einen 1:0-Erfolg gegen Eldagsen.

Spielerisch hochklassig war das Finale nicht. Beiden Mannschaften steckten noch die 90 Halbfinal-Minuten vom Vortag in den Knochen. So entwickelte sich zwar eine Partie auf Augenhöhe. Torraumszenen waren allerdings Mangelware, gefährlich wurde es zumeist nur nach Standards. Das aber auch schon nach zwei Minuten, als Lars Schiebler nach einer Flanke von Joost Nordmeyer das 1:0 für Völksen köpfte.

Nach einem Fehler von Schiebler in der eigenen Abwehr scheiterte Gestorfs Eric Bergmann zunächst am Pfosten. Der TSV blieb aber in Ballbesitz und kam durch Tim Symolka zum Ausgleich (15.). Völksen ging erneut in Führung: Ein weiter Einwurf von Momme Jörn strich nur über Schieblers Kopf und ging ins Tor – TSV-Keeper Patric Howind sah dabei nicht gut aus (27.).

Doch Gestorf hatte die größeren Reserven im zweiten Durchgang – und Fabian Maiworm. Mit ihm kam mehr Tempo ins Spiel des Kreisligisten. In der 63. Minute scheiterte Maiworm bei einem Konter noch an SCV-Keeper Alexander Nagel, sieben Minuten später traf er aus dem Gewühl heraus nach einem Einwurf aber zum 2:2. Und nach einer Hereingabe von Patrick Langner erzielte Maiworm kurz darauf auch den Siegtreffer (76.).

„Das war schwerer als gegen Eldagsen. Da hatten wir nichts zu verlieren“, sagte Gestorfs Trainer Peter Baron. „Völksen hat in der Abwehr gut gestanden. Aber wir haben insgesamt ein gutes Turnier gespielt“, freute er sich. Die Völksener nahmen die Niederlage nicht schwer: „Wir haben gut gegengehalten und sind zufrieden“, sagte Spartenleiter Markus Heitmüller.

Zum ersten Mal seit 2009 standen sich Eldagsen und Springe bei der Stadtmeisterschaft nicht im Finale gegenüber. Beide waren im Halbfinale, für das sie seit Jahren gesetzt sind, mit Rumpftruppen angetreten – bei beiden Teams empfahl sich der zweite Anzug nicht gerade für höhere Aufgaben. „Die zwei Niederlagen hier werfen uns in der Vorbereitung zurück. Selbstvertrauen holst du dir nur mit Siegen“, ärgerte sich FCE-Coach Holger Gehrmann, „das sollte jedem die Augen öffnen, dass wir für die Landesliga Vollgas geben müssen.“

Im kleinen Finale war sein Team zwar über weite Strecken überlegen, Springes Keeper Ole Niedergesäß machte jedoch alle Chancen zunichte. „Für mich war er der Mann des Spiels“, sagte FCS-Interimscoach Tobias Mittelgöker der den privat verhinderten Ricardo Diaz-Garcia vertrat. Auf der anderen Seite nutzte Max Dettmer einen Fehler von Timon Scharmann zum Springer Siegtreffer (70.).

In der ersten Hälfte musste das kleine Finale für 20 Minuten unterbrochen werden. Maximilian Knüppel (FCE) und Tobias Wißmach (FCS) stießen in der Luft zusammen und zogen sich klaffende Platzwunden zu. Beide mussten zur Behandlung ins Krankenhaus nach Gehrden gebracht werden.



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