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Gegenstöße wie aus dem Lehrvideo

Springe. Es geht noch souverän. Drittligist Handballfreunde Springe feierte gegen den OHV Aurich einen 32:23 (15:8)-Erfolg und präsentierte sich dabei so, wie es Trainer Sven Lakenmacher gefordert hatte: dominant über 60 Minuten. Die Springer spielten wie aus einem Guss und ließen den Ostfriesen nicht den Hauch einer Chance. Da geriet selbst OHV-Coach Arek Blacha ins Schwärmen: „Die Springer Jungs sind willig, das hat man gespürt. Besonders mit ihrer fantastischen ersten und zweiten Welle haben sie uns vorgemacht, wie es geht.“

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Im Positionsangriff hatten es die Springer erwartet schwer gegen die Auricher 3:2:1-Deckung. Auch hier fanden sie immer wieder Lösungen. Entscheidend war aber, das Springe selbst eine bärenstarke Abwehr mit einem glänzend aufgelegten Ariel Panzer im Tor stellte – und seine Gegenstöße so effektiv ausspielte, wie lange nicht.

Die waren zum Teil spektakulär anzusehen. Etwa als Maximilian Kolditz einen zu langen Pass von Panzer gerade so noch erreichte, ihn kurz vor der Torlinie blind hinter sich warf, wo ihn Max Schüttemeyer aufnahm und zu Pawel Pietak passte, der zum 14:7 vollstreckte. Oder das Tor zum 17:9: Nach einer Parade von Panzer spielten die Springer über Schüttemeyer, Kolditz, Jannis Fauteck, Claus Karpstein und Pietak einen Konter wie aus einem Lehrvideo. Dass auch mal etwas Dusel dabei war, wie nach dem Fangfehler von Schüttemeyer, als Tim Coors den Ball aufnehmen und einnetzen konnte, fällt in die Kategorie: „Glück des Tüchtigen“.

„Die Einstellung hat mir gefallen“, sagte Lakenmacher, „die Jungs waren gewillt, über die gesamte Spieldauer konzentriert zu spielen.“ Das war noch nicht oft vorgekommen. Allzu häufig in dieser Saison hatten die Springer in einem Spiel zwei Gesichter gezeigt, zuletzt etwa in Kiel und gegen Achim in der 2. Halbzeit stark nachgelassen: „Wir arbeiten aber ständig daran“, sagte Spielmacher Marius Kastening, die Antwort auf die Kritik der letzten Woche „haben wir heute gegeben“.

Tatsächlich bauten die Springer ihren ohnehin schon deutlichen Pausenvorsprung diesmal noch aus. Eine kleine Schwächephase Mitte der zweiten Hälfte, als Aurich zu leichten Treffern aus dem Rückraum kam, war schnell überwunden, als Lakenmacher die Abwehr umstellte. Der Trainer freute sich, dass sich fast alle Spieler in die Torschützenliste eintrugen: „Das war mannschaftlich sehr geschlossen.“ Nur einer traf nicht: Slava Gorpishin kam in den letzten fünf Minuten als Kreisläufer, bekam Sekunden vor Schluss ein Anspiel, scheiterte aber am Gästetorwart. Stehende Ovationen erhielten die HF trotzdem von den knapp 300 Zuschauern – zu Recht.

HF Springe: Panzer, Wendland (n.e.) – Kolditz (8/1), Pietak (7), Coors (3), Karpstein (3), Bosy (2), Kastening (2), Fauteck (2), Deutsch (2), Ossenkopp (2), Schüttemeyer (1), Gorpishin.jab



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