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G wie Gemeinschaft

Das „G“ in LLG Springe steht für „Gemeinschaft“. „Das sind wir wirklich“, sagt die Vorsitzende Heike Heinemeyer. Das habe der Springe-Deister-Marathon, den die Langlaufgemeinschaft am Wochenende unter widrigsten Bedingungen zum 42. Mal ausgerichtet hat, gezeigt, wie Heinemeyer im Interview mit der NDZ erzählt.

Sechs Stunden in eisiger Kälte – für die Helfer ist der Marathon eine mindestens so große Herausforderung wie für die Teilnehmer. Foto: Scharf
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Am Freitag schneite es den ganzen Tag und es war klar, dass er am Sonnabend noch liegen würde – stand die Absage des Laufes zur Debatte?

Nein, dafür ist die Organisation viel zu aufwendig. Außerdem hing in diesem Jahr ja die Meisterschaft mit dran. Wenn Teile der Strecke von Stadt oder Region gesperrt worden wären, hätten wir absagen müssen. Aber so war klar: Was in unserer Macht steht, machen wir. Und man hat ja gesehen, was machbar ist.

Die Helfer haben einen tollen Job gemacht.

LLG-Vorsitzende Heike Heinemeyer hätte „am liebsten jeden einzelnen Helfer in den Arm genommen“.
  • LLG-Vorsitzende Heike Heinemeyer hätte „am liebsten jeden einzelnen Helfer in den Arm genommen“.

Ich hätte abends bei unserem Helferessen am liebsten jeden Einzelnen von ihnen in den Arm genommen, so erleichtert war ich. Das haben auch die Läufer honoriert. Die wurden unterwegs ja warm, aber die Helfer an der Strecke haben sechs Stunden in der Kälte ausgeharrt.

Wurden die zwischenzeitlich nicht abgelöst?

Nein, an der Strecke nicht, aber wir haben sie immer wieder mit heißen Getränken versorgt. Um die Turnhalle herum haben wir immer wieder mal getauscht. Dann sind die Helfer vom Kuchenbuffet rausgegangen und die Leute draußen konnten sich in der Halle aufwärmen.

Haben keine Helfer wegen der Kälte abgesagt?

Nur einer oder zwei sind nicht gekommen. Dafür ist Dirk Janßen von der Alvesröder Laufsparte mit ein paar Leuten gekommen. Die haben noch geholfen, bevor sie selbst die fünf Kilometer gelaufen sind. Dafür werden wir uns bei deren Wisentrun im Sommer sicher revanchieren. Das Radsportteam hat uns wieder unterstützt, da sind nur die Kinder nicht mit auf die Strecke gegangen – die haben dafür beim Getränkeverteilen geholfen.

Wie haben Sie es geschafft, die Strecke freizuhalten?

Um die Harmsmühlenstraße hat sich der Bauhof gekümmert. Schwierig war das Stück in der Feldmark zwischen Springe und Alvesrode, da wehte es immer wieder zu. Da hat Karsten Koch geholfen. In dessen Halle in Springe lagern wir immer unsere Schilder. Als wir die geholt haben, haben wir ein Quad mit Schneepflug entdeckt und ihn gefragt, ob er uns damit helfen kann – das hat er dann auch gemacht. In der Nähe des Wisentgeheges wurde es etwas glatt, als der Schnee plattgelaufen war und die Sonne drauf schien, da haben Helfer mit Hacken und Schaufeln das Eis weggemacht, damit die Läufer nicht stürzen.

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