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Was kostet mein Sport? Minigolfer Johann Hasenfuss vom SC Bad Münder mag es gern entspannt

Für jede Bahn ein anderer Ball

Minigolf (jba). Dieser Sport ist der reinste Ruhepol – „beim Minigolf kommt es auf die Konzentration an“, weiß Johann Hasenfuss. Der 61-jährige Augenoptiker aus Bad Münder spielt nun schon seit neun Jahren: „Ich habe bei der Organisation der letzten Weltmeisterschaft hier in Bad Münder geholfen“, erzählt er, „danach habe ich mich ertappt, wie ich jede Woche wieder auf der Anlage war.“

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Nach dem Motto: „Ganz oder gar nicht“ trat der Bad Münderaner in den Sportclub (SC) ein, kaufte sich einen eigenen Schläger. Und Bälle. Die sind das teuerste am Minigolf. Einer kostet 14 Euro, Hasenfuss hat fast 200 Stück, die sich in Material, Oberfläche und Größe unterscheiden. Auch auf die Temperatur kommt es an. „Damit die Bälle optimal fliegen und springen, wärmen wir sie vorher auf“, so Hasenfuss. Doch nicht nur die Bälle sind wichtig für den perfekten Schlag. Auch die Ausgangsstellung, die Griffhaltung, die Bahnbeschaffenheit, der Schwung, der Schnitt und die Geschwindigkeit spielen eine große Rolle, um die Bälle richtig einzulochen.

Bevor er Minigolf für sich entdeckte, war Hasenfuss im Schützen- und Schachverein aktiv. „Ich mag eher die ruhigen, entspannenden Sportarten“, sagt er.

Ein Minigolf-Punktspiel könne aber auch körperlich anstrengend werden, sagt die Nummer drei der SC-Vereinsrangliste. Fünf bis sechs Stunden dauert eine Partie, vorher schlagen sich die Spieler eine Stunde lang gemeinsam ein, die Anfahrt dauert oft auch mindestens eine Stunde. Zwei Spieler gegnerischer Vereine durchlaufen dann vier Mal gemeinsam die 18 Bahnen: „Damit keiner schummelt.“

„Wer die wenigsten Schläge braucht, gewinnt“, erklärt Hasenfuss. Sein bestes Ergebnis: 21 Schläge. „Im Durchschnitt liege ich bei 28 Punkten.“ Um so wenig Striche wie möglich auf dem Papier zu haben, trainiert der gebürtige Groß Hilligsfelder mehrmals in der Woche mit seiner Mannschaft und auch allein. „Wir sind eine gesellige Runde, grillen und feiern zusammen“, erzählt Hasenfuss, „trotzdem ist Minigolf eine Randsportart, unsere Mannschaft ist zwischen 50 und 65 Jahre alt.“ Dabei sei der Sport etwas für jede Altersgruppe: „Von acht bis 80 können eigentlich alle mitspielen.“

Das kostet‘s:

Vereinsbeitrag 96 Euro Schläger 110 Euro

Bälle 2590 Euro

Ballaufnehmer 4 Euro

Ballkoffer 45 Euro Turnschuhe 60 Euro

Vereins-Trikot 20 Euro

Vereins-Cappy 12 Euro Meldegelder 55 Euro

Gesamt 2992 Euro

zzgl. Fahrkosten

Diese Aufstellung bezieht sich konkret auf Johann Hasenfuß. Anfänger zahlen in der Regel deutlich weniger als Könner.



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