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Für Hollmann ist im Sommer Schluss

Nettelrede. Vor fünf Jahren hat sich Dirk Hollmann ein Boot gekauft, um mit der Familie hin und wieder auf der Weser zu schippern. Benutzt hat er es noch nie. Es mag damit zusammenhängen, dass er vor viereinhalb Jahren beim TSV Nettelrede, der seit der vorigen Saison als SG Nettelrede/Eimbeckhausen II antritt, als Trainer das Ruder übernommen hat. Im Sommer will er das Steuer weitergeben: „Ich höre am Ende der Saison auf“, sagt der 40-Jährige.

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Der Rücktritt habe rein private Gründe, sagt Hollmann: „Meine Tochter ist jetzt acht. Sie ist bislang zu kurz gekommen – ich will einfach mehr Zeit mit der Familie verbringen.“ Der Akku sei leer. „Man verbringt ja nicht nur die Zeit auf dem Trainingsplatz oder beim Spiel – das ganze Drumherum kommt ja noch dazu. Da kommt man auf 15 bis 20 Stunden in der Woche“, sagt Hollmann, der die Zeit als Trainer auch nicht missen möchte: „Es ist auch wahnsinnig interessant.“ Seit seinem 18. Lebensjahr lebe er quasi für den Fußball, „ich bin gespannt, wie es ohne ist – vielleicht bereue ich die Entscheidung ja auch“, sagt er.

Er glaubt nicht, dass es schwer wird, einen Nachfolger zu finden. Nettelrede hat sich zu einer interessanten Adresse entwickelt – sie wird im Sommer noch interessanter, denn dann rückt fast ein Dutzend Spieler aus der Bezirksliga-A-Jugend von Deister-Süntel United in den Herrenbereich auf, „ich gehe davon aus, dass ein Großteil bleiben wird“, sagt Hollmann, dessen Mannschaft schon jetzt mit den A-Junioren gemeinsam trainiert.

Die Zeiten, wie Hollmann sie lange erlebt hat, dürften in Nettelrede dann vorbei sein. „Ich habe die schlechten Jahre miterlebt“, sagt er. Fast komplette Mannschaften musste er teilweise von Saison zu Saison austauschen, ohne den Einsatz von Altherren- und Altsenioren hätte Nettelrede vor dem Zusammenschluss mit dem VfB Eimbeckhausen den Spielbetrieb in der 1. Kreisklasse kaum aufrechterhalten können. „Es ist absolut positiv, wie es mit der SG gelaufen ist bisher“, sagt Hollmann. Er tritt also ruhigen Gewissens ab – und kann sich ab Sommer ganz entspannt seinem Boot widmen.jab



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