weather-image

Für die Besten geht die Saison zu Ende

Springe. Im vorigen Jahr lief es richtig gut bei Mountainbiker Lukas Hoffmann und Dressurreiterin Carolin Miserre – für ihre sportlichen Erfolge haben die NDZ-Leser sie mit den Titeln Sportler und Sportlerin des Jahres belohnt. Und in diesem Jahr? Haben die beiden die Wettkampfsaison so gut wie beendet. Die NDZ hat nachgefragt, wie es lief.

270_008_6668995_spo_lukashoffmann.jpg

„Es war nicht meine beste Saison, aber ich habe das beste draus gemacht“, sagt Hoffmann vom Team Springe. Weil ihm die Weisheitszähne im Winter gezogen wurden, fehlten ihm einige Wochen Grundlagen-Training. Das machte sich bei den Rennen immer wieder bemerkbar – besonders bei den Landesmeisterschaften in Schöningen, als U19-Fahrer Hoffmann nur Vierter wurde. „Das war totaler Mist, so schlecht war ich noch nie. Da haben mich Fahrer überholt, die sonst bei Bundesliga-Rennen 20 Plätze hinter mir landen“, sagt der 18-Jährige, der sechs Wochen zuvor bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Salzdetfurth als 43. noch bester Niedersachse in seiner Altersklasse gewesen war. „Das war ein super Rennen“, sagt er, „das Finale des NRW-Cups in Remscheid war auch gut.“

Außerdem hat Hoffmann, der zu Saisonstart auf ein neues Rad mit größeren Reifen als bisher umgestiegen war, seine ersten Marathon-Rennen bestritten: Am Kyffhäuser wurde er Zweiter, im Sauerland Vierter. In der kommenden Saison wechselt er in die U23-Klasse, „das wird ganz schön hart, aber ich denke, dass ich da ganz gut ankommen kann“. Allzu große Erwartungen hat er aber nicht, schließlich steht im nächsten Jahr das Abi an.

Die Mountainbike-Saison ist beendet, Hoffmann steigt jetzt aufs Crossrad um und will einige Rennen beim Stevens-Cup mitfahren – etwa am kommenden Sonnabend in Hannover.

270_008_6669821_spo_miserrewww.jpg
  • Von Anfang an erfolgreich: Carolin Miserre und Sagenhaft.

Auch für Carolin Miserre stehen nur noch wenige Wettkämpfe an: Bei der Jugend-Challenge vom 15. bis 17. November in Verden ist sie am Start, ein Wochenende zuvor tritt sie in Oldenburg an. Egal, wie der Saisonabschluss ausfällt – sie ist schon jetzt hoch zufrieden mit ihrer Saison.

Die begann mit einer Hiobsbotschaft: Beim Sieg der Bezirksmeisterschaften merkte sie: Ihr Erfolgspferd Welwyn läuft „irgendwie komisch“. Sie brachte ihren Fuchswallach in die Tierklinik. Diagnose: eine Verletzung am Fesselträger. Frühestens Ende nächsten Jahres wird sie ihn wieder reiten können, glaubt die 18-Jährige. „Wenn wir es nicht richtig ausheilen lassen, haben wir nichts gewonnen“, sagt sie.

Kurzfristig bekam sie ein Ersatzpferd, mit dem sie bei S-Prüfungen antreten kann: Sagenhaft. Der Wallach macht seinem Namen alle Ehre. Nach nur drei gemeinsamen Wochen starteten Miserre und Sagenhaft bei der Landesmeisterschaft und wurden auf Anhieb Zweite – was auch deshalb eine Überraschung war, weil Miserre gerade erst in die Altersklasse der Jungen Reiter aufgerückt war und sich ohnehin nicht viel ausgerechnet hatte.

Bei der Deutschen Meisterschaft in München verpasste sie zwar das Finale, „aber gut war es dort auch, vor allem die zweite Prüfung“, sagt sie. Zur Belohnung erhielt sie eine Nominierung für den Preis der Zukunft im Januar, „da freu ich mich drauf“.

In letzter Zeit ist sie wenige Turniere geritten. Noch bis Ende Oktober macht sie ein Praktikum auf dem Hof von Franz Bormann – der in Springe die Springreiter trainiert – in Harsum. Berufsreiterin ist aber nach wie vor nicht ihr Berufswunsch: Miserre will den elterlichen Hof übernehmen – im kommenden Jahr beginnt sie ein Studium in Göttingen.jab



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt