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FCS-Trainer Diaz-Garcia; „Woche für Woche Hiobsbotschaften“

Noch ist alles drin für die Bezirksliga-Fußballer des FC Springe. Zwar überwintern sie auf dem letzten Platz, der Rückstand zum Relegationsplatz beträgt aber nur drei Punkte. Es wird aber alles andere als einfach, wie FCS-Trainer Ricardo Diaz-Garcia im Interview mit der NDZ erzählt.

Sieht nicht besonders optimistisch aus und klingt auch nicht so: Trainer Ricardo Diaz-Garcia hängt mit dem FC Springe hinter den Erwartungen zurück. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Wie würden Sie die Hinrunde mit einem Wort zusammenfassen?

Enttäuschend. Wir hatten uns was anderes vorgenommen.

Mehr Punkte, meinen Sie?

Klar, wenn alles so gelaufen wäre, wie wir es uns vorgenommen hatten, hätten wir mehr Punkte. Aber wir mussten Woche für Woche Hiobsbotschaften verkraften.

Sie spielen auf die vielen Verletzten an?

Das ging ja schon in der Vorbereitung damit los, dass Ferhat Arslan sich bei einem Hobbyturnier den Fuß gebrochen hat. Es ging weiter mit dem Leistenbruch von Igor Jurcevic, der kein Spiel gemacht hat. Dann kam der Kieferbruch bei meinem Bruder Pedro, dann ging Luca Köneke nach Australien...

...und damit fehlten die torgefährlichsten Leute.

Was ich immer sage: Jeder Gegner in der Staffel hat einen Spieler, der die Kiste trifft. Klar haben wir einen Arslan, aber dem fehlt die Vorbereitung und damit die körperliche Fitness. Dann ist jeder Weg zum Tor zu weit. Und die Abschlüsse sind dann unkonzentriert. Die Jungs müssten auch privat mehr für sich tun.

Die Neuzugänge haben nicht eingeschlagen.

Semih Candir arbeitet viel und kann kaum trainieren. Bei Max Dettmer und Kay Weddecke ist es ebenso. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir uns anders aufstellen können. So startest du mit 28 Leuten in die Vorbereitung und kannst am Ende trotzdem froh sein, wenn du am Spieltag elf hast. Mir tun die Spieler leid, die von den A-Junioren aufgerückt sind, die haben keine Zeit, sich zu entwickeln.

Die dürften doch aber froh sein, dass sie spielen.

Natürlich sind sie froh. Es wäre für sie aber einfacher gewesen, wenn unsere 12, 13 Stammspieler immer da gewesen wären. Dann hätten sie weniger Spielminuten, aber mehr Erfolgserlebnisse. Solche Klatschen wie gegen Bemerode oder Döhren wären ihnen dann wohl erspart geblieben. Das Problem ist auch: Wenn die Spieler wissen, dass sie sowieso spielen, geben sie im Training 60 Prozent. Es haben noch nicht alle kapiert, worum es geht. Die Einstellung muss sich ändern.

Was also tun, den Kader verbreitern?

Klar brauchen wir einen breiteren Kader. Aber nur Masse bringt uns auch nicht weiter. Uns hilft nur Qualität. Die Staffel ist durch die neue Einteilung so viel stärker gewesen. Halvestorf und Kirchdorf finde ich nicht stärker als uns – aber alle anderen...

Marius Meister ist bislang der einzige Zugang im Winter.

Zwei weitere Spieler haben mit zugesagt, aber die Pässe sind noch nicht da.



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