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FCS und Bisons bündeln Energien

SPRINGE. Fußball ist immer noch Nationalsport Nummer 1. Doch auch die Fußball-Vereine plagen zunehmend Nachwuchssorgen. Die beiden Kernstadtvereine FC Springe und SC Bison Calenberg machen deswegen jetzt gemeinsame Sache.

Benjamin Freiberg (SC Bison/l.) und Ralf Käß (FC Springe) haben die Kooperation der beiden Springer Kernstadtvereine angeschoben. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Wir kooperieren bei den Damen und Herren, um Energien zu bündeln“, sagt Benjamin Freiberg aus dem Spartenvorstand der Bisons.

Die Kooperation sieht so aus, dass Spielerinnen und Spieler in ihrem Verein Mitglied bleiben, aber für den jeweils anderen spielen können. Zum Start nutzen das vor allem die Akteure der Bison-Reserve, die vor der Saison vom Spielbetrieb mangels Masse abgemeldet wurde. Sie können jetzt in der ebenfalls nicht seht breit aufgestellten Reserve des FCS in der 4. Kreisklasse spielen. „Das ist ein guter Anfang, um es zu testen“, sagt FCS-Vize Ralf Käß.

Interessant könnte das Modell auch für die Springer A-Junioren werden, die den Sprung in die Bezirksliga-Elf nicht auf Anhieb schaffen – „sie könnten bei uns Spielpraxis sammeln“, sagt Freiberg. Die Bisons spielen aktuell in der 2. Kreisklasse – mit guten Chancen auf den Aufstieg.

Auch bei den Damen liegen die Vorteile auf der Hand: Die Bisons haben eine Mannschaft, aber keinen Nachwuchs, der FCS ein starkes Mädchen-, aber kein Damenteam.

Allerdings könnten die Spieler nicht flexibel zwischen den Teams wechseln, sondern müssten sich für eine Halbserie festlegen. Denn es gibt zwar die Kooperation, „aber wir wollen keine Spielgemeinschaft und keine Fusion“, sagt Freiberg.

Bei den Altsenioren Ü40 machen die beiden Klubs schon seit drei Jahren gemeinsame Sache, bei den Ü50 seit dieser Saison – in einer Spielgemeinschaft. „Wir haben festgestellt, dass der Abstand zwischen den beiden Vereinen nicht mehr so groß ist“, sagt Käß. Einen engeren Zusammenschluss im Herren- und Damenbereich kann auch er sich aber vorerst nicht feststellen. „Wenn es nicht klappt, hat kein Verein etwas verloren“, so Käß, der betont: „Es geht im Fußball nicht so weiter, wie es in den vergangenen zehn Jahren war. Man muss auch mal was probieren.“

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