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FCE: Zehn Prozent Einstellung haben gefehlt

ELDAGSEN. Seit knapp vier Wochen steht der Abstieg des FC Eldagsen aus der Fußball-Landesliga fest. Eine große Überraschung war er nicht, „aber es bleibt bitter“, sagt Trainer Holger Gehrmann auch mit dem nötigen Abstand noch.

Holger Gehrmann glaubt, dass mit mehr Einsatz der Klassenerhalt drin gewesen wäre – der Trainer des FC Eldagsen gibt sich aber auch selbstkritisch. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Es gebe viele Gründe, warum es nicht gereicht hat, sagt Gehrmann. „Wir haben hinten nie die Stabilität gehabt, vorne nicht die Zielstrebigkeit.“ Das alles hänge vor allem mit der Einstellung zusammen. In der Beziehung sei er „von dem einen oder anderen Spieler schon enttäuscht“, so Gehrmann. Wer immer wieder betone, dass er die Liga halten wolle, müsse entsprechend viel investieren, sagt er. „Das haben nicht alle getan, auch wenn sie das vielleicht denken. Hätte jeder zehn Prozent mehr gegeben, hätten wir ein paar Punkte mehr geholt. Da muss jeder Spieler an sich selbst arbeiten.“

Gehrmann sucht die Schuld aber nicht nur bei der Mannschaft, sondern gesteht auch eigene Fehler ein: „In der einen oder anderen Situation wäre es vielleicht besser gewesen, mehr auf diejenigen Spieler einzugehen, die sich hängengelassen haben“, sagt er. „Es ist mir nicht immer gelungen, die Nummern 13 bis 16 mit ins Boot zu holen.“

Aufstellungsmäßig seien ihm allerdings oft die Hände gebunden gewesen. „Wie oft ich Spieler spielen lassen musste, die die ganze Woche nicht trainiert hatten, ist Wahnsinn“, sagt Gehrmann. Er hofft, dass das in der kommenden Saison besser wird. Die Suche nach Verstärkungen bleibt allerdings schwierig. Mark Jeske (FC Springe) und Jan Pinkerneil (SC Völksen) sind die bislang einzigen Zugänge. Timon Scharmann kehrt im Juli von seinem Auslandsaufenthalt zurück und steht zumindest für einige Wochen zur Verfügung. „Ende September entscheidet sich, wie es bei ihm beruflich weitergeht“, sagt der Coach.

Mehr Durchschlagskraft erhofft er sich in der Offensive durch Milan Brandt, der in der Rückrunde der abgelaufenen Saison schon in einigen Kurzeinsätzen sein Potenzial andeutete. Weil Brandt aber sonnabends zumeist mit dem Rollhockey-Bundesligateam des SC Bison Calenberg unterwegs ist, brechen die Eldagsener mit einer Tradition: „Wir werden unsere Heimspiele künftig sonntags austragen“, sagt Gehrmann. Das hätte auch den Vorteil, dass Steven Berger, der sonnabends oft arbeiten muss, regelmäßiger spielen könnte.

Dennoch ist Gehrmann noch auf der Suche nach Spielern. Nach den Abgängen von Julian und Frederik Reygers sowie Dominik Trotz fehlt vor allem ein Innenverteidiger. „Wir hätten zwar noch Möglichkeiten, es aufzufangen“, sagt Gehrmann, „aber ich will Spieler nicht immer von ihren angestammten Positionen wegnehmen, dadurch müssten wir zu oft das System ändern.“

Am Sonntag, 1. Juli, starten die Eldagsener in die Vorbereitung auf die kommende Saison in der Bezirksliga. „Unser Ziel sollte es sein, unter den Top 5 zu landen, aber ein Selbstgänger wird das nicht“, sagt Gehrmann.



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