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FCE macht vier Tore, aber nur einen Punkt

Springe. In den letzten vier Pflichtspielen hatte Fußball-Bezirksligist FC Springe gegen den Lokalrivalen FC Eldagsen nicht getroffen. Am Sonnabend, beim Derby-Debüt von FCS-Coach Ricardo Diaz-Garcia, dauerte es ganze 45 Sekunden, bis der Bann gebrochen. Per Eigentor brachte Eldagsens André Gehrke die Gastgeber in Führung. Es war der furiose Auftakt einer rassigen Partie, die 2:2 (1:1) ausging. Für den FCE bedeutet das Remis wohl das endgültige Ende aller Titelträume, für die Springer war es immerhin ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt.

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Die Springer machten in der Anfangsviertelstunde mächtig Druck und hätten höher führen können. Gehrke hatte eine Freistoßflanke von Philipp Strohecker ins eigene Tor gelenkt. Auch FCE-Torwart Stefan Mühlenbruch war zum Ball gegangen, „ich habe seinen Ruf nicht gehört“, so Gehrke, der seinen Fehler schnell wieder gutmachte: Als Springes Keeper Robin Bartels unter eine Flanke von Steven Berger – der A-Junior rückte für den verletzten Florian Siuts in die Startelf – durchtauchte, legte Marius Westenfeld ab und Gehrke schob ins leere Tor ein (8.).

Sascha Buchholz (11.) und Stiven Jefkaj (14.) verzogen jeweils knapp – das war es aber auch für lange Zeit mit Springer Chancen. Die Eldagsener bekamen die Partie vor knapp 300 Zuschauern – offenbar mehr als der Springer Vereinswirt erwartet hatte: Schon in Halbzeit wurden Bier und Bratwurst knapp – immer mehr in den Griff. Wirklich gefährlich wurde aber auch der FCE vor der Pause nicht.

Dafür kamen zunehmend Härte und Emotionen ins Spiel: So ging nach einem Kopfballduell mit Ali Ibrahim Sascha Buchholz schreiend zu Boden (20.). Drei Minuten später schrie Ibrahim selber nach einem Zweikampf mit André Buchholz. Insgesamt war es aber ein überwiegend faires Derby, mit dem Schiedsrichter Fabian Albrecht keine Probleme hatte. Kurz vor Schluss ließ er allerdings Milde walten, als Kay Weddecke Alexander Schröder mit offener Sohle am Knöchel erwischte. Für Schröder kam überraschend Till Engelhardt in der Partie, der nach seiner Schulter-Operation erst einmal trainiert hatte. „Das war ein Risiko“, so FCE-Coach Milan Rukavina, „aber er wollte unbedingt rein und wir wollten das 3:2 machen.“

Engelhardt sorgte tatsächlich noch für Unruhe in Springes Hintermannschaft. Effektiver war allerdings Rukavinas erster Wechsel: Christian Marx war keine zwei Minuten im Spiel, als er nach schöner Vorarbeit von Westenfeld die Eldagsener Führung erzielte (71.). Die hatten zuvor schon Schröder (51.) auf dem Fuß beziehungsweise Matthias Hüsam (61.) auf dem Kopf gehabt. Das 1:3 verhinderten Sascha Buchholz (78.) und Wedecke (79.) jeweils in letzter Sekunde.

Das rächte sich: Nach einem Pass von Jefkaj ging Daniel Müller verfolgt von Frederik Reygers aufs Tor zu. Der FCE-Verteidiger geriet dabei ins Straucheln und bugsierte den Ball ins eigene Tor. Die Eldagsener Spieler monierten ein Foul an Reygers. Für Rukavina war es eine 50:50-Situation, „das war aber nicht spielentscheidend“. Denn Marx und Yannik Gronau vergaben noch hochkarätige Chancen (86., 87.). Auf den Gegenseite verstolperte Müller noch einen vielversprechenden Angriff – sein Querpass ging ins Leere.jab



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