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FC Springe will alte Tugenden aufleben lassen

SPRINGE. Rein rechnerisch ist noch alles drin für die Fußballer des FC Springe in der Bezirksliga. Fünf Punkte zum rettenden Ufer aufzuholen bei noch neun ausstehenden Partien – das ist möglich. Nach den jüngsten Leistungen allerdings nicht wahrscheinlich.

FCS-Vize Ernst Milbrodt (l.) führt die Gespräche mit dem aktuellen Kader. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Zumal dem Schlusslicht im Nachholspiel am Dienstag (18.50 Uhr) gegen den TSV Barsinghausen, die nächste Pleite droht.

Die Verantwortlichen im Vorstand, vor allem der neue erste Vorsitzende Ralf Käß und sein Stellvertreter Ernst Milbrodt, bemühen sich daher, die Weichen für die Zukunft zu stellen – und die soll sich ein bisschen an der Vergangenheit orientieren.

„Wir wollen eine Truppe, in der wieder ein Wir-Gefühl entsteht“, sagt Milbrodt, „und wir wollen die Spieler wieder aus dem nächsten Umfeld rekrutieren.“ Soll heißen: Mehr Talente aus der eigenen A-Jugend sollen beim FCS auch bei den Herren spielen, „die brauchen ein Umfeld, in dem eine gewisse Disziplin herrscht“, sagt Milbrodt. Die Suspendierungen von Manuel Kumbu-Konde in der vorigen Woche und Tolga Candir vor dem Spiel am Sonntag trage der Vorstand deshalb „voll mit“, so Milbrodt.

Kumbu-Konde hatte sich, nachdem er gegen Lehrte am Ostersonnabend nicht in der Startelf stand, zunächst nicht mehr blicken lassen. Zwei Wochen später, vor dem Spiel gegen Kirchdorf, hatte er sich wohl bei der Mannschaft entschuldigt – doch die nahm die Entschuldigung nicht an und stimmte für seinen Rauswurf. Candir hatte sich nach seiner Nichtberücksichtigung für die Startelf gegen Bemerode „unrühmlich geäußert“, so Diaz-Garcia.

Milbrodt freut sich, „dass endlich durchgegriffen wird, nach meinem Dafürhalten hätte das schon früher passieren dürfen“. Bei den Gesprächen mit den Spielern über die kommende Saison sei nämlich weniger die künftige Spielklasse das Thema, „sondern viel mehr die Disziplin“. In den nächsten 14 Tagen wollen Milbrodt und Käß die Gespräche mit dem aktuellen Kader abgeschlossen haben. Bisher hätten sich erst wenige Spieler zu ihrer Zukunft geäußert, nur Sascha Buchholz habe seinen Abschied aus familiären und beruflichen Gründen angekündigt.

Um das Wir-Gefühl zu stärken, werde die Mannschaft sich spätestens ab der kommenden Saison zur Besprechung vor und zum gemeinsamen Essen nach den Heimspielen im Fußball-Heim an der Harmsmühlenstraße treffen. Gut möglich, dass sie schon früher damit anfangen, sagt Milbrodt: „Darüber stimmt die Mannschaft nach dem Spiel heute ab.“

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