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FC Eldagsen entlässt Trainer Wehmann

ELDAGSEN. Paukenschlag beim FC Eldagsen: Der Fußball-Landesligist hat Trainer Michael Wehmann entlassen. Nach nur fünf Punkten aus den vergangenen neun Spielen sahen die Verantwortlichen beim FCE den Klassenerhalt in Gefahr. Zudem habe sich in Teilen der Mannschaft die Stimmung gegen den Trainer gewendet.

„Es ist auch eine Last, die einem genommen wird“, sagt Michael Wehmann. Foto: bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Das sind ja Themen, die miteinander verbunden sind“, sagt der FCE-Vorsitzende Karl-Heinz Westenfeld. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen. Noch haben die Eldagsener sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Aber die letzten Ergebnisse sowie die Verletzungen von Leistungsträgern wie Lucas Brünig und Yannik Gronau geben Anlass zur Sorge. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagt Westenfeld, der glaubt, dass die Mannschaft den Klassenerhalt schaffen kann, „aber wenn die Stimmung im Team nicht passt, muss ich reagieren.“

So sei nach etlichen Gesprächen mit dem Mannschaftsrat, dem gesamten Team und auch mit Wehmann die Entscheidung gefallen, einen Schlussstrich unter die Zusammenarbeit zu ziehen. „Hier in Eldagsen geht es nur über die Kameradschaft. Da muss die Stimmung passen“, betont Westenfeld.

Offenbar kamen einige Spieler mit Wehmanns direkter Art nicht zurecht. „Wenn fünf, sechs Leute unzufrieden sind, dann hast du eine negative Grundstimmung“, sagt Sebastian Westenfeld aus dem Mannschaftsrat. „Das geht nicht, dann ist leider der Trainer das schwächste Glied in der Kette.“

Wehmann nimmt die Entscheidung äußerlich gelassen: „Das sind eben die Mechanismen“, sagt er, „ich bin natürlich enttäuscht, weil ich den Weg gerne weitergegangen wäre. Aber ich bin der Letzte, der sich einer Weiterentwicklung in den Weg stellt.“ Vor nicht ganz zwei Jahren, nach dem Landesliga-Aufstieg, hatte Wehmann den FCE von Milan Rukavina übernommen und im ersten Jahr souverän den Klassenerhalt geschafft. Der Pause, die er nun einlegt, kann Wehmann auch Positives abgewinnen: „Es wird einem auch eine Last genommen. Es ist eine Menge Druck dahinter, vor allem der, den man sich selber macht.“

Das Training leiten vorerst der bisherige Co-Trainer Christian Marx, Kapitän André Gehrke und Paul Nieber. Eine Dauerlösung soll das Trio nicht sein. „Ich hoffe, es gelingt uns, zeitnah einen externen Trainer zu finden“, sagt Vereins-Chef Westenfeld.

Ob die Mannschaft nach der Trennung von Wehmann befreiter aufspielt, zeigt sich am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellensiebten SV B-E Steimbke. Neben den Langzeitverletzten drohen Maxi Rülke (Grippe) und Steve Goede (Leiste) auszufallen.

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