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FC Bennigsen plant bereits für die 2. Kreisklasse

BENNIGSEN. Die Hoffnung stirbt zuletzt? Rechnerisch ist noch alles drin? Bei den Fußballern des FC Bennigsen, abgeschlagenes Schlusslicht der 1. Kreisklasse, werden solche Durchhalteparolen nicht mehr ausgegeben. „Wir planen für die 2. Kreisklasse“, sagt FCB-Spartenleiter Uwe Dembski.

Trainer Jens Henschka hat in Bennigsen ein schweres Amt angetreten.
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Ihm schwant, dass es auch eine Klasse tiefer eher um den Klassenerhalt als den Wiederaufstieg gehen dürfte.

Zum Vereinsjubiläum 2019 wollte Dembski die erste Herrenmannschaft des FCB eigentlich wieder in der Kreisliga sehen. Sagte er noch vor einem knappen Jahr, als die Bennigser ebenfalls tief im Keller der 1. Kreisklasse steckten, sich in der Winterpause aber verstärkten. Sie schafften den Klassenerhalt, die Hoffnung auf Besserung erhielt aber kurz vor Beginn dieser Saison einen herben Dämpfer.

Einige Leistungsträger, die eigentlich bleiben wollten, wechselten kurzfristig doch noch. Potenzielle Zugänge sagten daraufhin wieder ab. „Wir haben im Vorstand unseren Job gemacht, aber die Spieler haben uns vorgeführt“, sagt Dembski frustriert.

Die Folge: „Die Qualität der Mannschaft reicht nicht für die 1. Kreisklasse“, sagt Dembski. Das war nicht nur bei den jüngsten Debakeln gegen Schulenburg (2:7) und in Everloh-Ditterke (0:9) deutlich zu sehen. Hinzu kommt: Einige der Spieler, die die Qualität hätten, sind langzeitverletzt, Kevin Kuhlmann, Rüdiger Brauer und Malte Christianhemmers etwa. Die, die noch da sind, ließen sich hängen. Mehr als acht Spieler habe Coach Jens Henschka nie beim Training. „Ich weiß nicht, wie lange er das noch mitmacht“, so Dembski.

Er sorgt sich nicht nur um den Trainer. Auch die letzten Leistungsträger wie Dominik Harting, Sascha Voges oder Kevin Garbe „werden schwer zu halten sein“, sagt Dembski. Dabei würde er um sie herum gerne ein neues Team aufbauen: „Wir könnten im Sommer sieben A-Junioren hochziehen“, so der Spartenleiter.

Vor allem für den Nachwuchs will er trotz aller Rückschläge den Herrenfußball am Leben halten: „Wir ergeben uns nicht dem Schicksal. Es wird auch im kommenden Jahr Herrenfußball in Bennigsen geben“, sagt er. Voraussichtlich aber nur eine Mannschaft. Die zweite muss schon jetzt die erste auffüllen, konnte in der 4. Kreisklasse deshalb zuletzt zweimal nicht antreten.

„Wir wollen uns irgendwie in die Winterpause retten“, sagt Dembski, dem schon im Sommer nichts Gutes geschwant hatte. „Aber dass es so eine Katastrophe wird, war nicht abzusehen.“



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