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Die Saisonanalyse zeigt: Die HF Springe haben nicht viel falsch gemacht – Wilhelmshaven aber alles richtig

Fast optimal reicht eben nicht...

Springe. Wieder nur Zweiter – in ihrer sechsten Saison in der 3. Liga sind die Handballfreunde Springe zum vierten Mal Vizemeister in der Nordstaffel geworden. Dabei haben sie mit 51:9 Punkten besser abgeschnitten als je zuvor. Allerdings hat in den letzten Jahren auch nie eine Mannschaft die Staffel derart dominiert wie diesmal der Wilhelmshavener HV, der die perfekte Saison mit 30 Siegen in 30 Spielen hinlegte. „Hätte mir das einer vor der Saison gesagt, ich hätte es nicht geglaubt“, sagt HF-Coach Sven Lakenmacher, der aber betont: „Dass wir von 30 Spielen nur drei verlieren, hätte ich auch nicht geglaubt.“

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Tatsächlich sind die Wilhelmshavener der Hauptgrund dafür, dass es Springe wieder nicht auf direktem Weg in die 2. Liga geschafft hat. Denn eigentlich lief die Saison für die HF fast optimal, wie unsere Analyse zeigt – für den WHV aber eben perfekt.

Der Kader: Die Mannschaft war in diesem Jahr auch in der Breite so stark aufgestellt wie noch nie. Auch von schweren Verletzungen blieben die Springer verschont. Zwar fielen in der Hinrunde mit Arek Bosy und Maximilian Schüttemeyer zeitweise beide Kreisläufer aus, in der Phase gaben die HF aber nur einen Punkt gegen Flensburg ab. Jannis Fauteck verletzte sich erst am Ende der Saison, als die Vizemeisterschaft bereits feststand. Und das Fehlen von Fabian Hinz, der ein halbes Jahr im Ausland weilte, kompensierte Maximilian Kolditz, der zum Springer Toptorjäger avancierte. Auch die Suspendierung von Torwart Ariel Panzer, der eine starke Saison gespielt hatte, fiel nicht mehr ins Gewicht.

Der Angriff: 931 geworfene Tore sind in der Nordstaffel der zweitbeste Wert hinter Wilhelmshaven. Von allen 64 Drittligisten warfen überhaupt nur die West-Teams aus Ferndorf und Leichlingen mehr Tore als die Springer, die besonders im Tempospiel gefährlich waren – im gebundenen Spiel ist dagegen noch viel Luft nach oben.

Die Abwehr: 782 Mal klingelte es im HF-Kasten. Nur Wilhelmshaven und Flensburg II verteidigten besser – und Ferndorf und Hagen im Westen sowie Süd-Meister Leutershausen. Mittlerweile geht es weitgehend sogar ohne Olympiasieger Slava Gorpishin: Marius Kastening, Jannis Fauteck und Maximilian Schüttemeyer sind im Innenblock absolute Leistungsträger.

Die Konstanz: Die größte Problemzone der Springer. In kaum einem Spiel dominierten sie über 60 Minuten. Kamen sie in der Hinrunde meist noch spät auf Touren, büßten sie in der Rückrunde oft noch komfortable Vorsprünge ein. Dass sie trotzdem fast immer als Sieger das Feld verließen, spricht für den Charakter der Mannschaft.



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