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Für die HF geht es in Tarp um die Herbstmeisterschaft / Kuleshov: „Noch viele weitere Schritte“

Fast ein Spiel wie jedes andere

Handball (jab). Nein, um die Meisterschaft ginge es noch nicht, sagt Oleg Kuleshov. „Ein besonderes Spiel ist es aber schon“, sagt der Trainer der HF Springe vor dem Gastspiel seiner Mannschaft am heutigen Sonnabend (17 Uhr) bei der HSG Tarp/ Wanderup. Der Spitzenreiter gastiert beim Tabellenzweiten, der Vorjahresmeister empfängt den Vorjahreszweiten. Es wird ein Handballfest. Die Tarper Verantwortlichen rechnen mit bis zu 900 Zuschauern, aus Springe dürften es knapp 150 sein, allein zwei Fanbusse setzen die HF ein.

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In der vorigen Saison gewann Tarp beide Gipfeltreffen gegen Springe – und gewann dank des direkten Vergleichs trotz der schlechteren Tordifferenz bei Punktgleichheit den Titel. Jetzt wollen die Springer den Spieß umdrehen, im direkten Vergleich vorlegen – und die Herbstmeisterschaft gewinnen. Die bedeutet Kuleshov allerdings nichts: „Das ist nur ein Schritt, es kommen noch viele weitere auf uns zu.“

Er versucht, seinen Spielern im Training den Druck zu nehmen. Im Training sei Anfang der Woche die Anspannung spürbar gewesen, sagt Linksaußen Maximilian Kolditz, „weil wir letzte Woche echt nicht gut gespielt haben“. Die HF gewannen zuletzt zwar 32:27 gegen den DHK Flensborg, taten sich aber lange schwer, wirkten unkonzentriert. Kuleshov nimmt seine Spieler in Schutz: „Es ist ein Spiel, manche Dinge klappen nicht so, wie man sie sich vorstellt. Aber die Jungs sind im Spiel mit hundert Prozent Einsatz dabei und arbeiten im Training fleißig.“

Kuleshov ist überzeugt: „Der Kopf entscheidet.“ So sieht es auch Kolditz: „Wir müssen befreit aufspielen. Wir wissen, was wir können. Wenn wir unser Potenzial abrufen, können wir jeden Gegner schlagen.“ Das gilt freilich auch für die HSG, die, ebenso wie Springe, zu Hause noch keinen Punkt abgegeben hat. In den letzten beiden Auswärtsspielen bei den Bundesliga-Reserven von Magdeburg und Berlin schwächelte Tarp allerdings.

„Wenn wir in Tarp gewinnen, wird vieles anders“, sagt Kolditz. Zum einen gingen die Springer dann als Spitzenreiter mit drei Punkten Vorsprung in die Rückrunde, in der sie gegen alle Spitzenmannschaften – HSV Hannover, Henstedt-Ulzburg, Altenholz und Tarp – Heimrecht haben. Zum anderen habe Kuleshov durchblicken lassen, dass bei einem Sieg im Spitzenspiel das Training zwischen den Feiertagen etwas lockerer wird. Und drittens dürfte die HF-Weihnachtsfeier am Sonntag wesentlich fröhlicher ausfallen, wenn gleichzeitig die Herbstmeisterschaft gefeiert wird.

Neben den Nerven könnten die Torhüter das Spiel entscheiden. Andreas Stange und Simon Herold bilden auf Springer Seite das wohl beste Gespann der Liga. Tarp setzt dagegen auf die unerfahrenen Mikkel Tarp Moldrup und Hendrik Schefer. Den Nachteil gleicht die HSG allerdings vorne aus. 509 Tore hat Tarp bereits erzielt – mehr als jedes andere Team der Liga. Bei der Konstellation ist es kein Wunder, dass fast alle Beteiligten eine beliebte Floskel bemühen, etwa HF-Manager Dennis Melching und Tarps Co-Trainer Jan Weide: „Die Tagesform wird entscheiden.“



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