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Familientreffen bei der Handball-WM

SPRINGE. Der Zeitplan ist eng. Gerade mal 21 Stunden lagen zwischen dem Abpfiff der Partie Deutschland gegen Russland bei der Handball-WM am Montag und dem Beginn des nächsten Spiels der Russen am Dienstag gegen Brasilien. Zeit für ein Treffen mit der Familie hatte Russlands Youngster Sergej Gorpishin trotzdem.

Im russischen Mannschaftshotel: Slava Gorpishin (v. l.), Russlands Nationaltrainer Eduard Koksharov, Sergej Gorpishin, Olga Gorpishin und Milian Temps. Foto: Meyer
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Seine Eltern Slava und Olga besuchten ihn im Mannschaftshotel, gemeinsam mit Betreuer Carsten Meyer und Linksaußen Milian Temps von der HSG Deister Süntel, die Slava Gorpishin trainiert.

Russlands Nationaltrainer Eduard Koksharov hatte nichts dagegen, er posierte mit der Springer Delegation sogar für ein Erinnerungsfoto. Mit Gorpishin senior gab es schließlich ein paar Erinnerungen auszutauschen – die beiden wurden 2000 gemeinsam Olympiasieger. „Ich glaube, es kann auch jeder verstehen, dass ich noch meine Familie treffen will“, sagte Sergej Gorpishin nach dem Deutschland-Spiel, in dem er im Angriff durchspielte, aber kaum Anspiele an den Kreis bekam. „Meine Aufgabe war es, den deutschen Innenblock zu beschäftigen“, sagte er und fügte lachend hinzu: „Ich merke an meinem Körper, dass ich das ganz gut geschafft habe.“ Das 20:20 sei „die perfekte Werbung für den Sport“ gewesen, so Gorpishin.

„Es war ein geiles Spiel“, fand auch sein Vater, einer der wenigen Zuschauer in der ausverkauften Berliner Arena, die für Russland waren. „Ich habe nur Deutschland-Fans gesehen“, sagte Slava Gorpishin. Sein Sohn kam mit der besonderen Atmosphäre gut klar: „Phasenweise merkst du die Halle“, sagte er, „aber ich habe es ganz gut hingekriegt, die Kulisse auszublenden.“

Seine Eltern kamen nicht mit leeren Händen. „Meine Mutter hat ein Verpflegungspaket mitgebracht, Süßigkeiten und so“, verriet Gorpishin, der einzige Bundesliga-Spieler im russischen Team, lachend. Und hat der Vater Tipps? „Nein“, sagte Slava Gorpishin lakonisch. Die überlässt er seinem ehemaligen Kollegen und Nationaltrainer Koksharov.

Gorpishin hätte auch am Dienstag gerne noch das Spiel gegen Brasilien gesehen, die Halle war aber restlos ausverkauft: „Karten hätten auf dem Schwarzmarkt 300, 400 Euro gekostet – das war uns zuviel“, sagte er. Also verbrachte er vormittags noch Zeit mit seinem Sohn – und feuerte ihn nachmittags vor dem Fernseher an.



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