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"Es wird ein hartes Stück Arbeit"

Springe. In Beckdorf kassierte Handball-Drittligist HF Springe am vorigen Wochenende im neunten Spiel die erste Saisonniederlage. Trainer Holger Schneider ist mit dem ersten Saisondrittel dennoch zufrieden, wie er vor dem Heimspiel am heutigen Sonnabend (18 Uhr) gegen den VfL Potsdam im Interview mit NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram verrät.

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Herr Schneider, wie fällt

Ihr Zwischenfazit nach knapp einem Drittel der Saison aus?

Wir sind auf dem richtigen Weg, die Ziele, die wir vor der Saison gemeinsam entwickelt haben, zu erreichen. Durch die Vorbereitung sind wir verletzungsfrei gekommen, jetzt haben wir leider ein paar Probleme. Wir wussten vorher: Wenn sich Spieler verletzen, müssen wir uns was einfallen lassen. Da haben sich besonders die jungen Spieler gut präsentiert.

Wie schwer ist die Verletzung von Claus Karpstein, der vor dem Beckdorf-Spiel umgeknickt ist?

Er wird wohl noch ein paar Tage ausfallen, ich glaube nicht, dass er gegen Potsdam schon spielen kann. Schwer wiegt auch die Verletzung von Jannis Fauteck. Das sind zwei wichtige Positionen, wie auch die von Daniel Deutsch, der ja auch zwei Spiele ausgefallen ist. Die kann man nicht von heute auf morgen ersetzen – deshalb Kompliment ans Team.

Sie haben mit der

Verpflichtung von Dejan Dobardzijev reagiert.

Wir sind sehr froh, dass er sich für drei Monate zur Verfügung stellt. Wir haben lange nach Alternativen für den Rückraum gesucht, aber der Markt ist leer gefegt, besonders die jungen, deutschen Spieler, die wir suchen, sind alle unter Vertrag.

Dobardzijev hat in Beckdorf Sekunden vor Schluss den Siebenmeter zum möglichen Ausgleich verworfen. Warum haben nicht die etatmäßigen Schützen

geworfen?

Als wir den ersten Siebenmeter bekamen, saßen sowohl Pawel Pietak als auch Fabian Hinz Zwei-Minuten-Strafen ab. Den hat Dejan rein gemacht, es sprach nichts dagegen, dass er auch den zweiten wirft. Deswegen haben wir aber nicht verloren.

Nimmt die erste Niederlage vielleicht auch ein wenig den Druck, den so eine

Serie aufbaut?

Ja, ein wenig schon. Wir wollten natürlich so lange wie möglich ungeschlagen bleiben, um vielleicht im Heimspiel gegen Henstedt-Ulzburg (am 30. November; d. Red.) noch pari zu sein. Die Niederlage wirft uns aber nicht so weit zurück. Wir arbeiten weiter daran, mit Henstedt-Ulzburg auf Augenhöhe zu sein.

Was erwarten Sie heute Abend von Potsdam?

Die hatten einen Umbruch, haben sich mittlerweile aber gut gefunden. Sie sind auf allen Positionen gut besetzt und haben technisch starke Leute. Es wird ein hartes Stück Arbeit für uns.

Macht Ihnen das schlechte Abschneiden der Zweiten Sorgen?

Natürlich sind wir nicht zufrieden, zumal wir ja auch einige unsere jungen Burschen runtergeben. Von denen möchte ich auch sehen, dass sie in der Landesliga herausstechen. Man kommt nicht weiter, wenn man Mitläufer ist, wir brauchen Führungspersönlichkeiten – das ist keinem in die Wiege gelegt, in solchen Spielen kann man es aber lernen.

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