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„Es hat nicht gepasst“: Ziegler tritt bei der HSG zurück

BAD MÜNDER. Die HSG Deister Süntel ist noch kein halbes Jahr alt, da gibt es den ersten Rücktritt. Der hat allerdings weniger mit dem Zusammenschluss der Handballfreunde Springe und der TuSpo Bad Münder zu tun, als vielmehr mit Problemen zwischen Trainer Hannes Ziegler und den Herren der Regionsliga-Mannschaft.

Hannes Ziegler ist nach nur vier Spielen bei der HSG Deister Süntel III zurückgetreten. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Am Montag trat Ziegler zurück.

„Ich muss mit dem Herzen dabei sein“, begründete Ziegler seine Entscheidung. „Aber es gab so viele atmosphärische Störungen. Ich habe mich nicht wohlgefühlt und die Mannschaft auch nicht.“ Das bestätigt Kapitän Jan Voges: „Es hat einfach nicht gepasst.“

Fünf Jahre lang hatte Wolfgang Kanngießer die TuSpo-Herren, die jetzige HSG III, trainiert. Die Mannschaft wollte mit ihm weitermachen, der Vorstand nicht. Voges glaubt nicht, dass das der Grund ist, warum die Spieler mit Ziegler nicht konnten. „Wir fanden es alle nicht toll, dass es mit Wolfgang nicht weiterging, aber dafür kann ja Hannes nichts“, sagt der Kapitän.

Die Mannschaft mit 20 Spielern im Alter von 17 bis 50 Jahren sei „nicht so einfach zu trainieren“, so Voges, zumal einige „Trainer“ dabei seien, „die anders aufstellen würden“. Das führte offenbar schon früher zu Störungen. Ziegler soll schon vor einigen Wochen das Handtuch geworfen, nach einer Aussprache mit der Mannschaft aber einen Rückzieher vom Rücktritt gemacht haben.

Der Zusammenschluss der TuSpo-Handballer mit den HF, so Voges, habe mit der Trainerfrage nichts zu tun, versichert Voges. Die Münderaner wollen als Mannschaft zwar zusammenbleiben, „aber wer Zeit und Lust hat und sich nicht festspielt, kann natürlich in der Zweiten aushelfen“. So werden am kommenden Wochenende Tobias Behrendt, Christian Kanngießer und Marco Baade das Regionsoberliga-Team, die ehemalige HF-Reserve, unterstützen.

Auch Michael Otto aus dem HSG-Vorstand stellt die Spielgemeinschaft nicht infrage. „Wir haben immer gesagt, dass es ein schwieriger Übergang wird. Du kannst auch nicht erwarten, dass die Jungs ‚Juchu‘ schreien. Es muss zusammenwachsen und das ist ein Prozess, der bei der E-Jugend anfängt“, sagt Otto.

In der Trainerfrage stehe für Otto und seine Vorstandskollegen fest: „Wir werden das Rad nicht zurückdrehen und Wolfgang Kanngießer zurückholen.“ Vorerst, so hat es die Mannschaft am Dienstag abgesprochen, werde dessen Sohn Thorben Kanngießer aber das Training leiten, berichtet Voges. „Thorben hätte Lust drauf, es weiterzumachen“, sagt Voges, „und wir hätten Lust auf ihn.“



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