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Die Ersatzkeeper des FC Springe und FC Eldagsen können mit ihrer Rolle als Nummer 2 gut leben

Ernst und Feuerhake: Die klaglosen Reservisten

Fußball. Sie trainieren so viel, wie alle anderen, sie nehmen jede Auswärtsfahrt auf sich – zum Einsatz kommen sie aber selten. Ersatztorwart ist einer der undankbarsten Posten für einen Fußballer. Aber auch ein ganz wichtiger. Alexander Ernst (FC Springe) und Philipp Feuerhake (FC Eldagsen) sind bei den beiden Springer Bezirksligisten jeweils die Nummer 2. Wie gehen sie mit ihrer Situation um?

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Ich komme ganz gut damit klar“, sagt Feuerhake. Wegen seines Jobs als Krankenpfleger im Hamelner Klinikum schafft er es ohnehin nicht immer zum Training und zu den Spielen. „Aber er versucht so oft es gut, seine Schichten so zu legen, dass er dabei sein kann“, sagt FCE-Trainer Karsten Bürst. Er ist froh, dass er Feuerhake hat. An Stammkeeper Patrick Bürst komme er zwar nicht vorbei, „aber er hat Bezirksliga-Niveau, ich weiß, dass ich ihn jederzeit ins Tor stellen kann“, so Bürst. Ganz wichtig für den Trainer: „Ich habe selten einen so pflegeleichten Spieler erlebt. Er beschwert sich nie, sorgt aber im Training für gute Stimmung.“ Das liegt auch am Verhältnis der beiden Torhüter untereinander: „Wir arrangieren uns ganz gut“, sagt Feuerhake. „Ich kann mir von Patrick viel abgucken. Und er hat kein Problem damit, dass ich im Pokal spiele.“ Die Einsätze im Bezirkspokal sind die Belohnung für seinen Trainingsfleiß.

„Eine gewisse Anspannung ist immer da, weil man nie weiß, ob man ran muss“, sagt er. Einmal musste er kurzfristig einspringen, als sich Bürst im Heimspiel gegen Boffzen verletzte. Bitter für Feuerhake: Auch er verletzte sich und schied aus.

Für seinen Springer Kollegen Alexander Ernst ist Nervosität kein Problem: „Das sehe ich ganz entspannt“, sagt der 25-Jährige. Auch er hat mit der Reservistenrolle kein Problem – aus ähnlichen Gründen wie Feuerhake: „Anfang der Saison war ich für einige Wochen beruflich in Argentinien“, sagt er. Auch bei seinem vorherigen Klub SV Koldingen hatte er eine Weile nicht gespielt. „Ich musste erstmal fit werden“, sagt Ernst. Er kam bislang nur in der Vorbereitung zum Einsatz – und im Punktspiel gegen Union Stadthagen, als Trainer Franz Genschick ihn angesichts einer 7:1-Führung in der 60. Minute einwechselte.

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  • Springes Alexander Ernst kam fast nur in der Vorbereitung zum Einsatz, wie hier im Finale der Stadtmeisterschaft. Foto: jab

Genschick hält große Stücke auf seine Nummer 2. Im Vorjahr fehlte ihm ein starker zweiter Torwart, als Stammkeeper Daniel Hake mit einem Bandscheibenvorfall ausfiel, bekamen die Springer arge Probleme. „Mit Daniels Rücken kann immer was passieren“, sagt Genschick. Er hofft es nicht, Ernst auch nicht, der Ersatzkeeper sagt aber auch: „Ambitionen auf die Nummer 1 hat man natürlich immer.“ Er will seine Chance in Springe suchen. „Ich fühle mich wohl hier“, sagt Ernst. „Und ich bin kein Wandervogel.“ Genschick wird es gerne hören – Konkurrenz beflügelt schließlich beide Torhüter.

Am Wochenende müssen Ernst und Feuerhake wohl eher nicht auf die Bank – dass die Spiele des FCS (morgen, 14 Uhr, gegen Evesen) und des FCE (Sonntag, 15 Uhr, in Leveste) angepfiffen werden, ist angesichts der Wetterlage höchst unwahrscheinlich. Die Partie Bad Pyrmont – Hagen wurde bereits abgesagt.

Die weiteren Ansetzungen in der Bezirksliga 4: Nienstädt – Bevern (Sbd., 14 Uhr), Rinteln – FC Stadthagen, Boffzen – Barsinghausen, Holzminden – Exten, Union Stadthagen – Sachsenhagen (alle Stg., 14 Uhr).



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