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Entscheidung für den Wohlfühlfaktor

Springe. Beim letzten Heimspiel der vorigen Saison gegen die TS Großburgwedel war er schon verabschiedet worden. Doch beim Start der Handballfreunde Springe in die Vorbereitung auf die neue Drittliga-Saison war Linksaußen Maximilian Kolditz doch wieder dabei. „Ich habe mehr und mehr festgestellt, dass ich mich in Springe total wohlfühle“, sagt der 23-Jährige, der sich mit Zweitligist Eintracht Hildesheim eigentlich schon über eine Rückkehr einig war.

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Kolditz wollte es noch einmal versuchen in der 2. Liga. Doch dann löste Eintracht-Geschäftsführer Gerald Oberbeck den Vertrag mit Linkshänder Dinos Chantziaras auf und verpflichtete mit den frei gewordenen Mitteln den erstligaerfahrenen Linksaußen Christian Zufelde aus Melsungen. Kolditz hätte trotzdem einen Vertrag in Hildesheim erhalten, sah aber die Perspektive nicht mehr. „Die Frage war: Gehe ich von da weg, wo ich mich wohlfühle, um nur auf der Bank zu sitzen?“

In Springe hatte sich die Perspektive mittlerweile verschoben: „Als ich mit Dennis (Melching, HF-Manager; d. Red.) über die Vertragsauflösung gesprochen habe, sind wir beide noch davon ausgegangen, dass Holger Schneider Trainer in Springe bleibt“, sagt Kolditz. Er macht keinen Hehl daraus, dass er sich mit Schneider nicht sonderlich grün war. Schneider sei der Meinung gewesen, Kolditz hätte einige Spiele trotz Verletzung bestreiten können – der sah das freilich ganz anders. Wegen Rückenproblemen nach einem Autounfall hatte er einige Wochen pausiert. „In der Mannschaft habe ich mich immer wohlgefühlt - ich hätte mir nur mehr Spielanteile gewünscht“, so Kolditz.

Auf die Zusammenarbeit mit Sven Lakenmacher freut er sich. Als der schon einmal Trainer in Springe war, spielte Kolditz noch in Hildesheim. „Ich habe aber gehört, dass er ein Trainer ist, der gerade junge Spieler weiterbringen kann“, sagt er. „Und er hat mir in ein, zwei Gesprächen das Gefühl gegeben, dass ich in Springe noch ganz gut aufgehoben bin.“ Der Eindruck habe sich in den ersten Einheiten bestätigt.

Kolditz ist froh, dass er sich entschieden hat, seinen Vertrag in Springe, der noch ein Jahr läuft, doch zu erfüllen. „Der Zusammenhalt in Springe ist gigantisch – das findest du sonst nirgends“, sagt er. Entsprechend schnell hätten sich auch die Neuen eingefügt. Durch Kolditz‘ Entscheidung für Springe hat sich auch die Suche nach einem weiteren Linksaußen vorerst erledigt. Die war nötig geworden, weil Fabian Hinz während der Saison für ein halbes Jahr ins Ausland geht. Dann wird Kolditz sich die Position wohl mit Marius Kastening teilen.jab

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